Energie & Netz beginnt bei der Infrastruktur: Übertragungs- und Verteilnetze,
Ausbauprojekte, Netzentgelte, Engpassmanagement und die Frage, wo neue Leitungen
und Umspannwerke tatsächlich entstehen. Dazu kommt die konventionelle
Erzeugungsseite mit Gas- und Kernkraftwerken, Kapazitätsmärkten und Reserven –
und damit die Versorgungssicherheit, die beide Themen zusammenhält.
Das Netz ist die Kategorie, in der die Zahlen der anderen zusammenlaufen: ein
Windpark ohne Anschluss speist nicht ein, und eine Fabrik ohne Leitung wird
nicht gebaut. Wo eine Meldung Kapazitäten, Fördermengen oder Kosten nennt,
stammen diese Angaben aus den im Artikel genannten Quellen und sind dort
nachprüfbar. Wind, Solar, Speicher und Wasserstoff finden Sie unter
Erneuerbare Energie, die energieintensiven Branchen
unter Industrie und die politische Debatte über
Förderinstrumente und Ausbauziele unter
Politik & Gesellschaft.
Der 5,2 Kilometer lange Elbtunnel der SuedLink-Stromtrasse ist durchbohrt. Die Betreiber TenneT und TransnetBW peilen die Inbetriebnahme für Ende 2028 an – sechs Jahre später als ursprünglich geplant.
Amazon will in Texas ein Erdgaskraftwerk bauen, um ein KI-Rechenzentrum zu versorgen. Mit 33 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr könnte es zur größten einzelnen Klimaverschmutzungsquelle der USA werden.
Ein Forschungsteam der University of California hat erstmals in Echtzeit beobachtet, wie CO₂ aus der Luft in festen Kohlenstoff umgewandelt wird. Die Erkenntnisse könnten die Produktion von Batteriematerialien revolutionieren.
Das polnische Unternehmen ELQ will in der Sperrzone von Tschernobyl Solar-, Wind- und Batterieprojekte entwickeln. Zeitgleich meldet die IAEA anhaltende Drohnenaktivität nahe ukrainischer Atomanlagen.
Laut einer Studie von Global-Data wird die installierte Batteriespeicher-Kapazität weltweit bis 2030 um das Sechsfache steigen. Große Projekte in Deutschland und politische Vorgaben in den USA, Australien und Großbritannien treiben den Wandel zu längerer Speicherdauer.
ITER hat das sechste von neun Sektormodulen eingebaut und beginnt nun eine rund 30-monatige Schweißkampagne, um die Sektoren zum Vakuumgefäß zu verbinden.
Die Bundesnetzagentur hat eine neue interaktive Karte vorgestellt, die die Servicequalität und Digitalisierung der Verteilnetzbetreiber in Deutschland vergleichbar macht.
Eine neue Studie von BloombergNEF prognostiziert, dass US-Rechenzentren bis 2035 ein Fünftel der nationalen Elektrizität verbrauchen könnten – ein Anstieg, der das Stromnetz unter Druck setzt und bereits regulatorische Reaktionen wie ein Bauverbot in New York ausgelöst hat.
RWE errichtet auf dem Gelände des ehemaligen Braunkohletagebaus Hambach einen Großspeicher mit 236 MW und 470 MWh. Die Inbetriebnahme ist für 2027 geplant.
Intersport Deutschland hat auf dem Firmengelände in Heilbronn eine Photovoltaikanlage mit 2,2 Megawatt Leistung in Betrieb genommen. Die Anlage versorgt die Zentrale, ein Logistikzentrum und eine Eventhalle.
Der Hersteller Solitek hat eine neue Serie von Solarmodulen vorgestellt, die für den Einsatz in großen Höhen und schneereichen Umgebungen ausgelegt ist.
In Massy bei Paris hat das Collège Claudine Hermann eröffnet. Der dreigeschossige Neubau für 800 Schüler erfüllt die französische Umweltklassifizierung E3C1 und kombiniert eine Holzrahmenkonstruktion mit einer durchgehend verputzten Fassade.
Der Baukonzern Max Bögl hat den unteren Turmteil einer Windkraftanlage mit einer Nabenhöhe von 199 Metern fertiggestellt – möglicherweise ein Weltrekord für Serienhybridtürme.
Seit Ende Juni brennt es unter einer ehemaligen Tagebaufläche nahe Meuselwitz. Nachdem Hubschrauber-Abwürfe wirkungslos blieben, will die LMBV nun mit einer Pipeline das Areal fluten – doch die Genehmigungen fehlen noch.
Der Projektierer MaxSolar errichtet zusammen mit Sungrow zwei netzdienliche Batteriespeicher in Bayern. Einer davon gilt als der derzeit größte seiner Art im deutschen Verteilnetz.
Eine neue Studie zeigt, dass nicht nur die puzzolanische Reaktion, sondern vor allem die langsame Karbonisierung über Jahrhunderte zur extremen Haltbarkeit von römischem Beton beiträgt.
In Donnerskirchen ist eine Agri-PV-Anlage ans Netz gegangen, die Solarstrom direkt in das Bahnstromnetz der ÖBB einspeist – nach Angaben der Projektpartner eine Weltneuheit.
Die Deutsche Kommission Elektrotechnik (DKE) gibt für August 2026 die Veröffentlichung von sieben überarbeiteten VDE-Normen bekannt. Die Standards decken Bereiche von elektrischer Sicherheit über Isolation bis hin zu Strahlenschutz ab.
Eine neue Untersuchung des Politecnico di Torino und Wind Europe zeigt: Für den Erfolg von Floating-Wind-Projekten im Mittelmeer sind weniger technische Hürden als vielmehr verlässliche Regulierung, Netzanschlüsse und Häfen entscheidend.
Im August und September 2026 treten mehrere aktualisierte und neue DIN-VDE-Normen in Kraft. Sie betreffen unter anderem die Sicherheit von Bügeleisen, elektromechanische Schütze, Gleichrichter für Bahnanwendungen sowie die EMV von Antriebssystemen.
Die schwedische Regierung hat elf Offshore-Windprojekte abgelehnt und kündigt einen Systemwechsel an: Künftig sollen Flächen per Auktion vergeben werden. Betroffen sind unter anderem zwei Großprojekte von Eolus.
Die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) hat eine Reihe von Normenentwürfen mit Ausgabedatum September 2026 vorgelegt, die unter anderem die funktionale Sicherheit von Software, Gleichstrom-Leistungsschalter und die Sicherheit von Lithium-Primärbatterien betreffen.
Energiekontor, die EHA Energie-Handels-Gesellschaft und dm-drogerie markt haben einen zehnjährigen Stromabnahmevertrag für einen Solarpark in Bayern unterzeichnet, der ohne EEG-Förderung auskommt.
Die KfW IPEX-Bank ist einem Konsortium aus zehn Banken beigetreten, das rund 440 Millionen Euro für ein Portfolio von elf Batteriespeicherprojekten in Deutschland bereitstellt.
In Münster wurde das Richtfest für die FFB Fab gefeiert, eine neue Forschungsanlage für die Batteriezellfertigung im industriellen Maßstab. Die Einrichtung wird von Fraunhofer betrieben und soll die europäische Wettbewerbsfähigkeit stärken.
Die Unternehmen Notus Energy und Lightguard haben einen mehrjährigen Rahmenvertrag unterzeichnet, der die Ausstattung von 83 neuen Windkraftanlagen mit bedarfsgesteuerter Nachtkennzeichnung vorsieht.
Die Verhandlungen über die Gaspipeline Power of Siberia 2 zwischen Russland und China sind festgefahren. Peking verlangt Preise auf dem Niveau des russischen Inlandsmarktes, Moskau pocht auf eine marktbasierte Formel.
Ab Juli 2026 versorgt Jade Dienst GmbH im Auftrag von Vattenfall die Windparks Dan Tysk und Sandbank von Wilhelmshaven aus. Die Stadt erhält damit eine konkrete logistische Rolle für den Offshore-Betrieb.
Der Wechselrichter-Hersteller Solis bringt mit Solisstorage eine neue Produktlinie für Heimspeicher auf den Markt. Drei Serien mit Kapazitäten bis 40 kWh und LFP-Zellen stehen zur Wahl.
Das Deutsche Institut für Normung hat mehrere aktualisierte Normen veröffentlicht, darunter einen Entwurf für Transformatoren mit Kommunikationsfunktion sowie endgültige Fassungen für medizinische Geräte und Haushaltsgeräte.
Das Münchner Unternehmen Proxima Fusion hat 400 Millionen Euro eingesammelt, um eine Demonstrationsanlage für ein Stellarator-Fusionskraftwerk zu bauen. Auch öffentliche Gelder fließen in das Projekt.
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle stellt die Daten der Plattform für Abwärme nun über eine zentrale Visualisierung tagesaktuell bereit.
Der australische Konzern Orica setzt beim größten heimischen Wasserstoffvorhaben auf Technik von Plug Power. Die Börse honorierte den Auftrag dennoch nicht – im Gegenteil.
Aktuelle Videos von PV Guided Tours zeigen innovative Montagesysteme für Dachinstallationen sowie Komplettlösungen für das Energiemanagement mit Speicher und E-Auto.
Der Stromproduzent Tion Renewables hat einen bereits produzierenden Agri-Photovoltaik-Park im sachsen-anhaltischen Schwarzholz vom Entwickler FEFA übernommen. Die Anlage bringt es auf 69 MWp installierte Leistung.
Eric Herrmann von IBC Solar erklärt, warum der Bau von Freiflächenanlagen durch größere Module mit dünneren Rahmen immer komplexer wird und weniger Toleranzen zulässt.
Ein Pilotprojekt in Hamburg liefert Mietern Solarstrom zu einem Preis, der 23 Prozent unter dem Grundversorgertarif liegt – ermöglicht durch ein virtuelles Summenzählermodell.
Forscher haben in einer Studie gezeigt, dass gezieltes Geoengineering durch Aufhellung von Meereswolken einen starken El Niño abschwächen könnte. Die Methode ist jedoch umstritten.