Förderstedt: 300-MW-Batteriespeicher kurz vor Rekord – Rivalen ziehen schon vorbei
In Förderstedt entsteht Deutschlands größter Batteriespeicher – doch geplante Konkurrenzprojekte könnten ihn bald übertreffen.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.
In Förderstedt in Sachsen-Anhalt steht der erste Bauabschnitt eines Batteriespeichers unmittelbar vor der Fertigstellung, der nach seiner vollständigen Inbetriebnahme als größte Anlage ihrer Art in Deutschland gelten soll. Die geplante Leistung beträgt 300 Megawatt, die Kapazität wird mit 716 Megawattstunden angegeben (andere Quellen nennen über 700 MWh). Entwickelt wird das Projekt von Eco Stor, Technologiepartner ist SMA.
Die Bauarbeiten begannen im November 2025. Inzwischen sind 192 Batteriecontainer aufgestellt, die insgesamt 1.536 Batterieschränke und 638.976 Batteriezellen enthalten. Der erste Abschnitt mit 100 Megawatt soll im vierten Quartal 2026 ans Netz gehen. Die vollständige Erweiterung auf 300 Megawatt wird für das zweite Quartal 2027 erwartet, der kommerzielle Betrieb der gesamten Anlage ist laut Eco Stor für 2027 geplant.
SMA liefert 96 Medium Voltage Power Stations (MVPS) 4400, jeweils ausgestattet mit einem Sunny Central Storage UP-S 4400 Batteriewechselrichter. Zwei dieser Einheiten besitzen eine Schwarzstartfähigkeit: Sie können nach einem Stromausfall das Netz ohne externe Spannungsquelle wieder aufbauen.
Nach Fertigstellung könnte die Anlage rechnerisch rund 500.000 Haushalte für etwa zwei Stunden versorgen. Eco Stor bezeichnet das Projekt als größten privat finanzierten Batteriespeicher, der derzeit in Deutschland gebaut wird.
Der bisherige Spitzenreiter in Deutschland steht in Bollingstedt in Schleswig-Holstein: 103,5 Megawatt und 238 Megawattstunden. Der erste Bauabschnitt in Förderstedt kommt dieser Größenordnung bereits nahe. Doch die Spitzenposition könnte nur kurz währen: EnBW plant auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks in Philippsburg in Baden-Württemberg einen Speicher mit 400 Megawatt und 800 Megawattstunden. Noch ambitionierter ist das Vorhaben von BKW und Luxcara in Waltrop in Nordrhein-Westfalen: 900 Megawatt und 1.800 Megawattstunden, geplant für 2028.
Die rasche Abfolge immer größerer Projekte zeigt das enorme Wachstum des deutschen Batteriespeichermarktes. Während die ersten Anlagen noch vor wenigen Jahren im zweistelligen Megawattbereich lagen, sind heute Projekte mit mehreren hundert Megawatt keine Seltenheit mehr. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts in Förderstedt markiert dabei einen wichtigen Schritt, auch wenn die Spitzenposition des Projekts möglicherweise nur von kurzer Dauer sein wird.