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Energie & Netz

Energieprojekte in Tschernobyl-Sperrzone geplant, während IAEA vor Drohnen warnt

Das polnische Unternehmen ELQ will in der Sperrzone von Tschernobyl Solar-, Wind- und Batterieprojekte entwickeln. Zeitgleich meldet die IAEA anhaltende Drohnenaktivität nahe ukrainischer Atomanlagen.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Mehr als vier Jahrzehnte nach der Katastrophe von Tschernobyl sollen in der Sperrzone neue Energieprojekte entstehen. Das polnische Unternehmen ELQ und seine ukrainische Tochtergesellschaft haben eine Absichtserklärung mit den zuständigen Behörden unterzeichnet, um den Weg für Solarparks, Windkraftanlagen, große Batteriespeicher, Bioenergie, Wasserstoffwirtschaft und das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien zu ebnen. Die ersten Schritte sind damit eingeleitet, wie das Unternehmen mitteilte.

Die Projekte sollen auf der Infrastruktur aufbauen, die das stillgelegte Kernkraftwerk einst mit dem Großraum Kiew verband. Geplant ist ein zweistufiges Vorgehen: Zunächst wollen die Partner die Bedingungen vor Ort bewerten und konkrete Vorhaben identifizieren, anschließend sollen die Projekte ausgearbeitet und Finanzpartner gewonnen werden. Die Absichtserklärung liefert dabei lediglich den Rahmen und verpflichtet nicht zu konkreten Investitionen.

Der Unfall von Tschernobyl am 26. April 1986 gilt bis heute als schwerster Störfall in der Geschichte der Kernenergie. Bei der Explosion im Reaktorblock 4 wurden große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt; die Katastrophe wurde auf Stufe 7 der internationalen Bewertungsskala INES eingeordnet, der höchsten Kategorie. Der damals verwendete Reaktortyp RBMK, ein sowjetischer Druckröhrenreaktor, nutzte Brennelemente in Druckröhren innerhalb eines Graphitblocks und wurde mit Wasser gekühlt. Der Unfall ereignete sich während einer geplanten Abschaltung für Revision und einen Sicherheitstest, bei dem nachgewiesen werden sollte, dass das Turbinen-Generator-System die Zeit bis zum Anspringen der Notstromdiesel überbrücken kann – ein Zeitfenster von 40 bis 50 Sekunden. Die automatische Notkühlung war vor dem Test abgeschaltet worden, und die Reaktorleistung fiel während der Abschaltung auf weniger als ein Prozent des Normalwerts, dennoch wurde der Test trotz der instabilen Bedingungen fortgesetzt. Eine Kombination aus Konstruktionsschwächen und Bedienfehlern führte schließlich zu einer Leistungsexkursion, Überhitzung und Explosion.

Während in Tschernobyl neue Energieprojekte geplant werden, bleibt die Lage an den ukrainischen Kernkraftwerken angespannt. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) berichtete am 30. Juli 2026 über einen Internetausfall im Kernkraftwerk Saporischschja, der am 27. Juli begonnen hatte und zwei Tage andauerte – der längste Ausfall seit Beginn der IAEA-Präsenz dort. Zudem erschweren verstärkte militärische Aktivitäten in der Nähe des Kraftwerks und der Stadt Enerhodar die Bemühungen um nukleare Sicherheit. Auch die Wasserversorgung in Saporischschja ist nach einer Unterbrechung in der Vorwoche beeinträchtigt; Grundwasserbrunnen versorgen weiterhin die essenziellen Sicherheitsfunktionen.

IAEA-Teams meldeten zudem militärische Aktivitäten in der Nähe anderer Kernkraftwerke. In Tschernobyl und Saporischschja sowie am Standort Südukraine kam es nach Angaben der Behörde fast täglich zu Luftalarmen und Drohnenaktivitäten im Überwachungsbereich. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi betonte: „Die Berichte über anhaltende Luftalarme und Drohnenaktivitäten in der Nähe von Atomanlagen unterstreichen die Notwendigkeit größter Zurückhaltung und der strikten Einhaltung der Grundprinzipien für die nukleare Sicherheit und Sicherung.“

Quellen

  1. Web research – Tschernobyl
  2. www.photovoltaik.eu – Solarparks und BESS für Tschernobyl