Globale Batteriespeicher-Kapazität soll sich bis 2030 versechsfachen – Trend zu 4-Stunden-Systemen
Laut einer Studie von Global-Data wird die installierte Batteriespeicher-Kapazität weltweit bis 2030 um das Sechsfache steigen. Große Projekte in Deutschland und politische Vorgaben in den USA, Australien und Großbritannien treiben den Wandel zu längerer Speicherdauer.
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Die weltweit installierte Batteriespeicher-Kapazität wird sich Prognosen zufolge zwischen 2025 und 2030 versechsfachen. Das entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 42 Prozent, wie der Analyseanbieter Global-Data in seinem im Juli 2026 veröffentlichten Report „Strategic Intelligence: Batteries in Power (2026)“ mitteilt.
China und die USA stellten Ende 2025 zusammen 74,6 Prozent der globalen Speicherkapazität. Analyst Rehaan Shiledar von Global-Data beobachtet einen branchenweiten Trend zu längerer Speicherdauer: „Der globale Energiesektor standardisiert sich auf 4-Stunden-Batteriespeichersysteme anstelle von 2-Stunden-Systemen“, so Shiledar.
Diese Entwicklung wird durch regulatorische Vorgaben in mehreren Ländern gestützt. In Kalifornien schreiben Programme der Public Utilities Commission für die meisten neuen Speicherprojekte eine Entladedauer von vier Stunden vor. Auch die australischen Bundesstaaten Victoria und New South Wales verlangen in ihren Ausschreibungen mehrstündige Speicherlaufzeiten.
In Deutschland entstehen derzeit mehrere Großprojekte, die diesen Trend widerspiegeln. Das britische Unternehmen Eku Energy plant im niedersächsischen Lamspringe das Projekt „Dion“ mit einer Leistung von 400 Megawatt und einer Kapazität von 1.600 Megawattstunden. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2029 vorgesehen. Ebenfalls in Niedersachsen errichtet BW ESS im Klostermansfeld (Sachsen-Anhalt) einen Speicher mit 1.000 Megawatt Leistung und bis zu 5.700 Megawattstunden Kapazität.
Der schwedische Projektentwickler Flower Infrastructure Technologies hat zwei Vorhaben in Deutschland: in Hamburg-Bergedorf einen 100-Megawatt-Speicher mit 400 Megawattstunden sowie in Döllnitz (Sachsen-Anhalt) eine Anlage mit 63 Megawatt und 257 Megawattstunden.
Die Umstellung auf länger speichernde Systeme gilt als entscheidend für die Integration erneuerbarer Energien, da sie die Netzstabilität auch über längere Flauten hinweg gewährleisten kann.