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Hardware·Japan

Sony und TSMC bauen gemeinsame CMOS-Sensor-Fabrik in Kumamoto

Sony und TSMC haben ein 4,7 Milliarden US-Dollar schweres Joint Venture zur Entwicklung und Fertigung von CMOS-Bildsensoren in Kumamoto bestätigt. Die Massenproduktion soll 2029 starten.

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Sony und TSMC haben am Montag ein Joint Venture zur Entwicklung und Fertigung von CMOS-Bildsensoren bestätigt. Das Gemeinschaftsunternehmen, an dem Sony 62 Prozent und TSMC 38 Prozent halten wird, soll in der bestehenden Fabrik von Sony Semiconductor Solutions in Koshi in der Präfektur Kumamoto entstehen. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 4,7 Milliarden US-Dollar, wie beide Unternehmen mitteilten. Zuvor war über eine Summe von 6,3 Milliarden US-Dollar spekuliert worden.

Sony steuert 465 Milliarden Yen (2,92 Milliarden US-Dollar) bei, TSMC 282 Milliarden Yen. Das Kapital soll in mehreren Tranchen eingezahlt werden. Die Massenproduktion ist für 2029 geplant. Am Standort Koshi sollen neben der bestehenden Fertigung auch Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie zusätzliche Produktionslinien entstehen. Das Joint Venture soll bis Ende des japanischen Geschäftsjahres 2026, also bis März 2027, gegründet werden, wie die Nachrichtenagentur Nikkei Asia berichtet. Eine unverbindliche Absichtserklärung hatten die Unternehmen bereits im Mai 2026 unterzeichnet.

Die Sensoren sind nach Angaben der Unternehmen für künftige iPhone-Generationen von Apple vorgesehen. Darüber hinaus wollen Sony und TSMC mit der Partnerschaft das Feld „Physical AI“ erschließen, bei dem KI-Systeme Roboter, Fahrzeuge und andere physische Systeme steuern. Sony-CEO Hiroki Totoki bezeichnete die Zusammenarbeit als ersten Schritt hin zu einem „Fab-Light“-Modell, bei dem das Unternehmen weniger eigene Produktionsstätten betreibt.

TSMC betreibt in der Region Kumamoto bereits seine erste japanische Fabrik und plant weitere Investitionen. Die Region biete ausreichend Wasserressourcen und günstigen erneuerbaren Strom aus Geothermie und Solarenergie, hieß es. Die Unternehmen erwarten zudem finanzielle Unterstützung von der japanischen Regierung.

Laut Nikkei Asia entspricht die Investition von 4,7 Milliarden US-Dollar in etwa den gesamten Investitionsausgaben der Halbleitersparte von Sony über vier Jahre. Sony werde seine proprietären Fertigungsprozesse nicht an TSMC weitergeben, berichtet Nikkei Asia weiter. Ursprünglich war geplant, auch in eine bestehende Sony-Fabrik in Nagasaki zu investieren, abhängig von der Marktnachfrage. Dieses Vorhaben ist in der endgültigen Vereinbarung nicht mehr enthalten.

Quellen

  1. Handelsblatt Schlagzeilen – Chipindustrie: Sony und TSMC investieren Milliarden in neue Fabrik in Japan
  2. ComputerBase – CMOS-Bildsensoren: Sony und TSMC bauen für 6,3 Mrd. USD gemeinsame Chipfabrik