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Hardware

Sony will Tamron komplett übernehmen: Nikon- und Canon-Nutzer bangen um Objektiv-Versorgung

Sony hat ein unverbindliches Angebot zur vollständigen Übernahme des Objektivherstellers Tamron vorgelegt. Das könnte die Versorgung von Nikon-, Canon- und Fujifilm-Kameras mit Drittanbieter-Objektiven gefährden.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Sony hat ein unverbindliches Angebot vorgelegt, sämtliche Anteile an Tamron zu erwerben und das Unternehmen zu einer vollständigen Tochtergesellschaft zu machen. Der Vorschlag wurde erstmals am 29. Juli 2026 von Diamond Online gemeldet und anschließend von Sony bestätigt. Ein Sony-Sprecher erklärte gegenüber Jiji Press: "Es stimmt, dass wir den Vorschlag machen." Tamron hat inzwischen einen Sonderausschuss eingerichtet, der Optionen zur Steigerung des Unternehmenswerts prüfen soll.

Sony hält derzeit einen Anteil von 15,35 Prozent an Tamron, wie aus Daten von Ende Dezember 2025 hervorgeht. Der aktivistische Investor Effissimo Capital Management besitzt 17,38 Prozent der Anteile (Stand Ende März 2026) und ist damit größter Aktionär. Eine Übernahme würde die Zustimmung der übrigen Aktionäre erfordern, einschließlich Effissimo.

Der für die Übernahme genannte Preis liegt bei rund 200 Milliarden Yen, was etwa 1,2 Milliarden US-Dollar oder 1,07 Milliarden Euro entspricht. Die Marktkapitalisierung von Tamron beträgt derzeit ungefähr 193,69 bis 194 Milliarden Yen, was etwa 1,18 bis 1,22 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Anleger reagierten positiv: Die Tamron-Aktie stieg nach der Ankündigung im japanischen Handel um fast 29 Prozent, wie PetaPixel berichtet. Eine andere Quelle nennt einen Anstieg nach Börsenschluss von 13 Prozent, von 1.134 auf rund 1.280 Yen.

Tamron stellt Objektive für verschiedene Kamerabajonette her, darunter Sony E, Nikon Z, Canon RF und Fujifilm X. Im Jahr 2025 stammten 41 Prozent des Umsatzes aus der Auftragsfertigung (OEM). Ab 2026 plant das Unternehmen, jährlich zehn neue Objektivmodelle auf den Markt zu bringen. Erst am 15. Juli 2026 wurde ein 12-20mm F2.8 für Sony E und Nikon Z veröffentlicht, im Juni 2026 ein 17-70mm F2.8 für Nikon Z und Canon RF. Das Produktportfolio umfasst schnelle Zoomobjektive vom Ultraweitwinkel 12-20mm f/2.8 bis zum 35-150mm f/2.0-2.8 sowie Festbrennweiten wie das 90mm f/2.8 Makro und das kompakte 20mm f/2.8.

Die mögliche Übernahme wirft Fragen zur Zukunft dieser Objektive für konkurrierende Kameramarken auf. Sollte Sony die Kontrolle übernehmen, könnte es die Strategie von Tamron beeinflussen, Objektive für Nikon, Canon und Fujifilm anzubieten. Sony selbst ist ein bedeutender Kamerahersteller und Marktführer bei Bildsensoren, mit einer Marktkapitalisierung von 133,4 Milliarden US-Dollar und einem operativen Gewinn von rund 8,9 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2025. Sony wird am 31. Juli 2026 seine Quartalszahlen vorlegen, Tamron Anfang August 2026 seine Halbjahreszahlen. Branchenbeobachter beobachten daher genau, wie sich die Übernahme auf den Markt für Drittanbieter-Objektive auswirken könnte.

Quellen

  1. Web research – Sony Is Officially Trying to Buy Tamron
  2. Web research – Sony Offers to Acquire Tamron
  3. Web research – Sony soll Tamron komplett übernehmen wollen — Bericht aus Japan
  4. Web research – Sony soll Übernahme von Objektiv-Hersteller für über eine Milliarde Euro planen
  5. Golem.de – Objektiv: Sony will Tamron vollständig übernehmen