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Politik & Gesellschaft·Deutschland

KI-Erwartung: Deutsche Firmen rechnen mit sinkenden Löhnen

Laut einer ifo-Umfrage erwarten deutsche Unternehmen sinkende Löhne, vor allem für Berufseinsteiger und Beschäftigte ohne Studium. Ein Philosoph sieht darin eine Aufwertung seines Fachs.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Der Einsatz künstlicher Intelligenz dürfte nach Einschätzung vieler deutscher Unternehmen die Lohnentwicklung in den kommenden fünf Jahren beeinflussen. Einer Erhebung des ifo-Instituts zufolge, an der sich mehr als 3.000 Firmen beteiligten, die bereits KI nutzen, rechnet fast die Hälfte der Betriebe mit niedrigeren Gehältern für Berufseinsteiger und Angestellte ohne Hochschulabschluss. Die Daten stammen aus der ifo-Konjunkturumfrage vom Juni 2026.

Konkret erwarten rund 50 Prozent der befragten Unternehmen Lohnkürzungen für Beschäftigte mit weniger als fünf Jahren Berufserfahrung sowie für Nicht-Akademiker. Bei Arbeitnehmern mit mehr als fünf Jahren Erfahrung gehen etwa 40 Prozent der Firmen von sinkenden Bezügen aus. Auch für Hochschulabsolventen sieht die Lage nicht rosig aus: 37,5 Prozent der Unternehmen rechnen für diese Gruppe mit geringeren Löhnen. Nur etwa ein Drittel der Firmen hält die Löhne unabhängig von der Qualifikation für stabil.

Die Erwartungen variieren stark zwischen den Branchen. Im Dienstleistungssektor rechnen 53 Prozent der Unternehmen mit sinkenden Löhnen für unerfahrene Beschäftigte, bei erfahrenen sind es 44,2 Prozent. Im Einzelhandel liegen die entsprechenden Werte bei fast 48 Prozent beziehungsweise über 41 Prozent. Das Verarbeitende Gewerbe erwartet zu 46,5 Prozent geringere Gehälter für Berufseinsteiger, bei erfahrenen Mitarbeitern sind es knapp 40 Prozent. Am geringsten fallen die Erwartungen im Baugewerbe aus: Dort gehen 39 Prozent von sinkenden Löhnen für Unerfahrene aus, bei Erfahrenen sind es 31,3 Prozent.

Während viele Beschäftigte um ihre Gehälter fürchten, erlebt ein Absolvent der Philosophie derzeit eine unerwartete Aufwertung. Marcel Ohrenschall, 29 Jahre alt, hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München seinen Master in Philosophie abgeschlossen. Sein Umfeld sei inzwischen begeistert von diesem Studiengang, sagt er: „In meinem Umfeld ist jeder begeistert von meinem Studium. Das sei genau der richtige Studiengang.“ Ohrenschall führt diese veränderte Wahrnehmung auf den KI-Megatrend zurück.

Die ifo-Daten zeichnen ein differenziertes Bild: Während einfachere Tätigkeiten offenbar unter Druck geraten, könnten analytische Fähigkeiten, wie sie in der Philosophie vermittelt werden, an Bedeutung gewinnen. Ob sich daraus tatsächlich eine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt ergibt, bleibt abzuwarten.

Quellen

  1. Golem.de – Arbeitsmarktprognose: Deutsche Firmen erwarten sinkende Löhne wegen KI
  2. Handelsblatt Schlagzeilen – KI: Philosophen statt Programmierer: Profitieren Geisteswissenschaftler vom KI-Boom?