Zanskar belebt Geothermie-Kraftwerk in New Mexico mit tieferen Bohrungen und KI
Zanskar Geothermal hat ein abkühlendes Geothermiekraftwerk in New Mexico durch tiefere Bohrungen und KI-gestützte Erkundung wieder produktiv gemacht – und meldet einen Rekord.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.
Zanskar Geothermal hat das Geothermiekraftwerk Lightning Dock in New Mexico im Juni 2024 übernommen. Damals waren die ursprünglichen Bohrungen weniger als 2.500 Fuß tief und hatten sich bis 2024 um etwa 50 Grad Fahrenheit (10 Grad Celsius) auf rund 250 Grad Fahrenheit abgekühlt. Das Kraftwerk, das 15 Megawatt leistet und den größten Energieversorger des Bundesstaates beliefert, war eigentlich für Temperaturen über 300 Grad Fahrenheit ausgelegt.
Das Unternehmen bohrte eine neue Bohrung auf 8.000 Fuß Tiefe. Diese ist nun seit einem Jahr in Betrieb und fördert Wärme, die über dem Niveau vor dem Rückgang liegt. Zanskar setzte KI ein, um verborgene geothermische Systeme zu identifizieren und den Bohrpunkt präzise zu bestimmen. Zudem kombinierte das Unternehmen KI-Modelle mit Bohrtechnologie aus der Öl- und Gasindustrie, wodurch die Bohrungen 35 Prozent schneller und zu „wettbewerbsfähigen Kosten“ niedergebracht wurden – genauere Zahlen nannte das Unternehmen nicht.
Laut von Zanskar an WIRED weitergegebenen Daten ist Lightning Dock damit eine der produktivsten geförderten Geothermiebohrungen in den USA. Das Unternehmen gibt an, dass der Rückgang des Feldes jährlich fünf- bis zehnmal so viel Wärme verloren habe wie durchschnittliche Bohrungen. Die neue Bohrung habe zeitweise sogar „zu viel Wärme“ für das bestehende Kraftwerk geliefert, was darauf hindeute, dass sie eine größere Anlage versorgen könnte.
Zanskar-Mitbegründer Joel Edwards sagte, die Produktivität in Lightning Dock „ändert grundlegend, wie Menschen über diese Art von Systemen denken, von denen wir dachten, wir hätten sie in der Vergangenheit wirklich verstanden.“ Er fügte hinzu: „Wir wussten, wenn wir dieses Feld kaufen, sind wir verpflichtet, tiefer zu bohren und es anzugehen.“ Und: „Wir erwarten, wenn man sich vergleichbare Bohrungen ansieht, dass diese das Potenzial hat, jahrzehntelang produktiv zu sein.“
Roland Horne von der Stanford University merkt an, dass doppelt so tiefe Bohrungen viermal so viel kosten. Er sieht in Zanskar keine revolutionäre Entdeckung, räumt aber ein, dass die Statistik „hält“, um Lightning Dock zu einer der Bohrungen mit den höchsten Förderraten in den USA zu machen. Ben Brenner von Zanskar verweist darauf, dass mindestens eine andere Anlage in Nevada höhere Förderraten aufweist, deren Bohrungen jedoch „viel kälter“ seien. Eine andere Firma hatte 2022 eine tiefe Erkundungsbohrung in Lightning Dock niedergebracht; Zanskar bezog deren Daten in die Modellierung ein, hält sie aber nicht für ausschlaggebend.
Die Nachricht kommt in einem günstigen Umfeld für Geothermie: Fervo Energy ging im Mai 2026 an die Börse und nahm 2,2 Milliarden Dollar ein. Laut BloombergNEF-Analystin Stephanie Diaz investierten Risikokapital- und Private-Equity-Fonds in den ersten sechs Monaten 2026 insgesamt 432 Millionen Dollar in Geothermie-Startups. Dennoch macht Geothermie weniger als ein Prozent des US-Strommixes aus. Zanskar nutzte KI bereits im vergangenen Jahr für eine Entdeckung in Nevada.