X-Fab investiert 400 Millionen Euro in Erfurt – 100 neue Jobs geplant
Der Halbleiterhersteller X-Fab baut seinen Standort Erfurt mit einer Investition von rund 400 Millionen Euro aus. Das Land Thüringen und der Bund unterstützen das Projekt mit 127 Millionen Euro.
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Der Halbleiterhersteller X-Fab will in den kommenden Jahren rund 400 Millionen Euro in seinen Standort Erfurt investieren, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Geplant ist eine neue Fertigungsstätte am Stadtrand, die nach Angaben des Herstellers Ende 2028 in Betrieb gehen soll. Im Zuge der Erweiterung sollen 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Das Projekt wird mit staatlichen Subventionen in Höhe von 127 Millionen Euro gefördert.
X-Fab stellt keine hochmodernen Chips für Smartphones oder Computer her, sondern Komponenten für die Signalverarbeitung – etwa für Reifendrucksensoren und Herzschrittmacher – sowie Mikrosysteme, die mehrere Funktionen vereinen, und Leistungshalbleiter. Das Unternehmen verwendet dabei die Materialien Siliziumcarbid und Galliumnitrid. Die Produkte gehen vor allem an Kunden aus der Automobilindustrie, der Industrieelektronik und der Medizintechnik.
Die Investition kommt in einer schwierigen wirtschaftlichen Phase: Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz um vier Prozent auf 196 Millionen Dollar, der Gewinn brach um 92 Prozent auf knapp eine Million Dollar ein. Konzernchef Damien Macq sagte: „Unser rasch wachsendes Geschäft erfordert zusätzliche Kapazitäten.“ Zugleich erklärte er: „In den ersten beiden Quartalen haben wir den Tiefpunkt gesehen. Von jetzt an erwarten wir, dass es aufwärtsgeht.“
An diesem Donnerstag veröffentlicht X-Fab die Halbjahreszahlen für 2026.