Wohnungsbestand wächst moderat – Baugenehmigungen legen im Frühjahr 2026 deutlich zu
Destatis meldet 44,0 Millionen Wohnungen Ende 2025, ein Plus von 0,4 Prozent. Gleichzeitig steigen die Baugenehmigungen in den ersten fünf Monaten 2026 um 15,4 Prozent – ein mögliches Zeichen der Erholung.
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Der Wohnungsbestand in Deutschland ist zum Jahresende 2025 leicht gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, gab es Ende 2025 rund 44,0 Millionen Wohnungen – ein Zuwachs von 0,4 Prozent oder 196.000 Einheiten gegenüber dem Vorjahr. Im Zehnjahresvergleich seit 2015 ergibt sich ein Plus von 6,0 Prozent, was einem absoluten Anstieg von 2,5 Millionen Wohnungen entspricht.
Die Gesamtwohnfläche belief sich 2025 auf 4,1 Milliarden Quadratmeter, ein Anstieg von 8,9 Prozent seit 2015. Mit 43,1 Millionen Wohnungen befanden sich 98,0 Prozent aller Wohnungen in Wohngebäuden. Davon entfielen 23,6 Millionen oder 54,9 Prozent auf Mehrfamilienhäuser. Die 3,5 Millionen Mehrfamilienhäuser beherbergten im Durchschnitt 6,7 Wohnungen pro Haus. Einfamilienhäuser stellten mit 13,5 Millionen Wohnungen einen Anteil von 31,3 Prozent, während in 2,8 Millionen Zweifamilienhäusern 5,5 Millionen Wohnungen (12,8 Prozent) lagen. Wohnheime umfassten 0,4 Millionen Wohnungen, was einem Prozent entspricht. Weitere 890.000 Wohnungen oder 2,0 Prozent befanden sich in Nichtwohngebäuden.
Die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung lag Ende 2025 bei 94,0 Quadratmetern und damit 2,4 Quadratmeter über dem Wert von 2015. Pro Kopf standen im Schnitt 49,5 Quadratmeter zur Verfügung – ein Plus von 3,3 Quadratmeter gegenüber 2015. Die Zahl der Personen je Wohnung sank von knapp 2,0 Ende 2015 auf gut 1,9 Ende 2025.
Parallel zu diesen Bestandszahlen zeichnet sich eine mögliche Belebung im Wohnungsbau ab. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 wurden 104.700 Wohnungen genehmigt – ein Anstieg von 15,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ob dies das Ende der langanhaltenden Flaute am Bau markiert, bleibt abzuwarten. Die aktuellen Zahlen deuten jedoch auf eine erste Erholung hin.