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Politik & Gesellschaft

Waldbrandsaison 2026 in Europa: Feuerzahlen über Durchschnitt, CO₂-Emissionen bleiben unter Mittel

Bis Ende Juli 2026 verzeichnet das Europäische Waldbrandinformationssystem (EFFIS) 1.254 größere Brände – mehr als doppelt so viele wie im langjährigen Durchschnitt. Die verbrannte Fläche liegt bei über 254.000 Hektar, die CO₂-Emissionen bleiben jedoch unter dem Mittelwert.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Die europäische Waldbrandsaison 2026 hat bis zum 22. Juli bereits 1.254 größere Brände hervorgebracht, wie das Europäische Waldbrandinformationssystem (EFFIS) meldet. Damit liegt die Anzahl der Feuer deutlich über dem historischen Durchschnitt von 569 Bränden für denselben Zeitraum (2006–2025). Der Rekordwert des Vorjahres – 1.329 Brände – wurde allerdings knapp verfehlt.

Die insgesamt verbrannte Fläche beträgt mehr als 254.000 Hektar. Auch dieser Wert übersteigt den langjährigen Schnitt, bleibt jedoch unter den 270.449 Hektar, die 2025 bis zum gleichen Datum in Flammen standen. Trotz der hohen Brandaktivität liegen die geschätzten CO₂-Emissionen mit 8,31 Millionen Tonnen unter dem langjährigen Mittel von 8,89 Millionen Tonnen.

EFFIS nutzt zur Branderkennung Satellitendaten der Sensoren MODIS (auf den Satelliten Aqua und Terra) sowie VIIRS (auf Suomi NPP und NOAA-20). Die Daten werden sechsmal täglich eingespielt und innerhalb von zwei bis drei Stunden analysiert. Automatisierte Filter berücksichtigen Landnutzungsdaten, die Entfernung zu Siedlungen und KI-basierte Konfidenzwerte. Nach eigenen Angaben erfasst das System rund 95 Prozent der tatsächlichen Brandfläche in der EU.

Zur Risikovorhersage setzt die EU seit 2007 auf den Fire Weather Index (FWI), ein ursprünglich in Kanada entwickeltes Modell. Der Index berechnet die Waldbrandgefahr aus Temperatur, relativer Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Niederschlag. Er umfasst sechs Gefahrenstufen; die höchste Stufe (FWI > 70) wurde 2021 eingeführt.

Zur Bekämpfung der Brände hat die EU für 2026 im Rahmen des rescEU-Systems 22 Löschflugzeuge und 5 Hubschrauber aus zwölf Mitgliedstaaten bereitgestellt. Zudem sind 777 Feuerwehrleute aus 14 Ländern in Hochrisikogebieten vorpositioniert – in Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal. Frankreich und Spanien haben im Juli 2026 bereits EU-Zivilschutzunterstützung angefordert.

Quellen

  1. Umwelt - ingenieur.de – Über 254.000 ha verbrannt: Europas Waldbrand-Abwehr im Technikcheck