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Vier neue DIN-Normen: Optoelektronik, Mikrowellen und faseroptische Sensoren aktualisiert

Das Deutsche Institut für Normung hat vier Standards für Optoelektronik, Mikrowellenherde und faseroptische Sensoren veröffentlicht. Die deutschen Fassungen basieren auf internationalen IEC-Normen und lösen ältere Ausgaben ab.

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Das Deutsche Institut für Normung hat mehrere technische Standards aktualisiert, die für Hersteller von optoelektronischen Bauteilen, Haushaltsgeräten und Sensoren relevant sind. Vier Normen sind neu oder überarbeitet worden, jeweils mit deutscher Fassung auf Basis internationaler IEC-Dokumente.

Für optoelektronische Halbleiterbauelemente in faseroptischen Systemen ist die Norm DIN EN IEC 62007-2:2025 erschienen. Sie ersetzt die Ausgabe von September 2009 und definiert Messverfahren für diese Komponenten. Zu den Änderungen gegenüber der alten Fassung gehören eine neue Begriffsbestimmung für den Faserpigtail, korrigierte Gleichungen für das relative Intensitätsrauschen und die Ersetzung der Abkürzung LD durch LED in einem Abschnitt. Auch die Berechnung der 1-dB-Kompression wurde präzisiert und der Messaufbau in Abschnitt 5.10 klargestellt. Zuständig ist das nationale Gremium DKE/UK 412.2 (Komponenten für Kommunikationskabelanlagen).

Ebenfalls neu ist die Norm DIN EN 62148-2:2011 + A1:2025, die die Änderung AMD1:2024 zur IEC 62148-2:2010 enthält. Sie legt physikalische Schnittstellen für Duplex-Transceiver im SFF-Format mit MT-RJ-, LC- oder MU-Steckern und zehn Pins fest. Ziel ist die mechanische Austauschbarkeit solcher Bauteile. Gegenüber der Ausgabe von 2011 sind nun auch Geräte mit LC- und MU-Anschluss aufgenommen worden; die Änderung A1 ist eingearbeitet. Auch hier zeichnet das Gremium DKE/UK 412.2 verantwortlich.

Für Haushalts-Mikrowellenherde ist die Norm DIN EN IEC 60705 (VDE 0705-705):2026-10 veröffentlicht worden. Sie basiert auf der internationalen Norm IEC 60705:2024 und gilt für Geräte mit Grill- oder Kombinationsfunktion, nicht jedoch für reine Wärme-, Dampf- oder Heißluftgeräte. Sicherheitsanforderungen sind ausdrücklich ausgenommen. Die Überarbeitung hat unter anderem die Abschnitte neu geordnet, normative Verweise aktualisiert und eine Definition für Mikrowellengeneratoren eingeführt, die sowohl Magnetrons als auch Halbleiterkomponenten umfasst. Die Norm ist an IEC 60350-1:2023 angeglichen worden; die Wasserlast-Vorbereitung wurde entsprechend angepasst. Begriffe für den Aus- und Bereitschaftszustand sind entfernt, stattdessen gibt es neue Definitionen für Niedrigenergie-Modi. Die Messung dieser Modi erfolgt nach dem Vorbild von IEC 60350-1. Der Test mit quadratischem Behälter und die Angaben zum Geschirr wurden überarbeitet. Zwei Anhänge sowie ein Abschnitt zur Energieaufnahme beim Kühlen sind entfallen; ein früherer Anhang wurde durch ein Begleitdokument auf der IEC-Website ersetzt.

Schließlich ist die Norm DIN EN IEC 61757 (VDE 0885-757):2026-10 erschienen, die als generische Spezifikation für faseroptische Sensoren dient. Sie beschreibt einen Rahmen für Prüfung, Messung, Charakterisierung und Spezifikation dieser Sensoren und gilt für alle Normen der Reihe IEC 61757. Behandelt werden Leistungsmerkmale, Schnittstellen, Qualitätssicherung, Prüfverfahren, Kennzeichnung und Sicherheitsaspekte. Im Vergleich zur Ausgabe von 2020 sind die Liste der metrologischen Parameter erweitert, Begriffe aktualisiert und normative Verweise sowie Literaturhinweise überarbeitet worden. Auch die technischen Beschreibungen in Anhang A wurden angepasst. Verantwortlich ist ebenfalls das Gremium DKE/UK 412.2.

Quellen

  1. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN 62148-2
  2. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 60705
  3. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 61757
  4. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 62007-2