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Vier neue DIN-Normen im August: Von Waschmaschinen bis Glasfaserkabel

Das Deutsche Institut für Normung veröffentlicht im August 2026 vier neue Standards für Waschmaschinen, Flurförderzeuge, Radioaktivitätsmessung und Glasfaserkabel.

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Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat für August 2026 die Veröffentlichung von vier neuen Normen angekündigt. Die Standards decken unterschiedliche technische Bereiche ab: Haushaltswaschmaschinen, Flurförderzeuge, Messverfahren für Gammastrahlung sowie Glasfaserkabel.

Die Norm DIN EN 50731:2026-08 (VDE 0705-731) legt ein Messverfahren für die Zuverlässigkeit von Haushaltswaschmaschinen fest. Sie basiert auf den allgemeinen Verfahren EN 45552 und EN 45554 für die Lebensdauerbewertung und Reparatur von energieverbrauchsrelevanten Produkten. Die Norm gilt ausschließlich für Haushaltswaschmaschinen, nicht für gewerbliche oder industrielle Geräte, Waschtrockner oder Wiederverwendungsbedingungen. Sicherheitsfunktionen sind nicht abgedeckt. Zuständig ist das nationale Gremium DKE/UK 513.1, das sich mit Wäschepflegegeräten befasst.

Die zweite Norm, DIN EN 1175:2026-08 (VDE 0117), betrifft die Sicherheit von Flurförderzeugen – insbesondere elektrische und elektronische Anforderungen. Sie gilt für motorbetriebene Flurförderzeuge nach ISO 5053-1:2020, ausgenommen sind Geländestapler mit veränderlicher Reichweite, Portalhubwagen und automatische Funktionen von fahrerlosen Fahrzeugen. Die Neufassung ersetzt die Ausgabe von 2020-10 und enthält aktualisierte normative Verweise, unter anderem auf EN ISO 3691-2:2023, EN ISO 3691-3:2016 und EN ISO 3691-6:2021. Zudem wurde die Spezifikation im Transporttest für Schütze in Anhang B korrigiert und Tabelle 5 aktualisiert. Die Norm behandelt Gefährdungen wie mechanische, elektrische und thermische Risiken sowie solche aus der Betriebsumgebung.

Die dritte Norm, DIN EN ISO 19581:2026-08 (VDE 0493-581), beschreibt ein schnelles Screening-Verfahren für gammaemittierende Radionuklide mittels Szintillationsdetektor-Gammaspektrometrie. Das Verfahren ermöglicht ohne aufwändige Probenvorbereitung eine schnelle Quantifizierung der Aktivitätskonzentration von Radioiod und Radiocäsium in Umwelt- und Lebensmittelproben. Ziel ist es, bei nuklearen oder radiologischen Notfällen schnelle Messungen zur Vergleich mit operationellen Eingreifwerten (OIL) durchzuführen und vorgegebene Schutzmaßnahmen auszulösen. Gegenüber der Ausgabe von 2020-07 wurden das Referenzdokument (IAEA Nuclear Safety and Security Glossary) aktualisiert, Anhang A an technische Verbesserungen angepasst und redaktionelle Änderungen vorgenommen.

Die vierte Norm, DIN EN IEC 60794-1-214:2026-08 (VDE 0888-100-214), legt ein Prüfverfahren für die UV-Beständigkeit von Glasfaserkabeln fest (Methode F14). Sie gilt für Telekommunikationskabel und ähnliche Geräte, einschließlich Hybridkabeln mit optischen Fasern und elektrischen Leitern. Das Verfahren prüft, ob die Kabelmantelmaterialien unter UV-Strahlung von Sonnenlicht oder Leuchtstofflampen ihre Integrität bewahren. Im Vergleich zur zurückgezogenen Ausgabe von 2019-05 wurde ein Unterabschnitt für Innen-/Außenkabel hinzugefügt, der die Exposition nach ISO 4892-2 oder ISO 4892-3 vorsieht. Zuständig ist das nationale Gremium DKE/UK 412.6 für Lichtwellenleiter und Lichtwellenleiterkabel.

Quellen

  1. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN 1175
  2. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN 50731
  3. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 60794-1-214
  4. DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN ISO 19581