Vier neue DIN-EN-IEC-Normen im September 2026 veröffentlicht
Das Deutsche Institut für Normung hat vier aktualisierte Normen veröffentlicht, darunter Standards für Ni-Cd-Batterien, drahtlose Energieübertragung und Zuverlässigkeitsmanagement.
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Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat im September 2026 vier neue oder überarbeitete Normen veröffentlicht, die von der Deutschen Kommission Elektrotechnik (DKE) betreut werden. Die Publikationen betreffen Nickel-Cadmium-Batterien, die Exposition von Menschen durch elektromagnetische Felder bei drahtloser Energieübertragung sowie das Management von Zuverlässigkeit.
Im Bereich der Nickel-Cadmium-Akkus wurden zwei Normen aktualisiert. Die DIN EN IEC 62259 (VDE 0510-259:2026-09) ersetzt die Ausgabe von 2004. Sie gilt für wiederaufladbare, verschlossene prismatische Ni-Cd-Zellen mit teilweiser Gasrekombination, die vor allem in der Notstromversorgung und der Bahntechnik eingesetzt werden. Gegenüber der Vorgängerversion wurden der Anwendungsbereich und die normativen Verweise aktualisiert, eine optionale Zellenbezeichnung sowie ein neues Kapitel zur Batteriebezeichnung eingeführt und die Sicherheitsempfehlungen erweitert. Zudem wurden die Abschnitte zu Ladeverfahren, Entladeverhalten, Haltbarkeit und Gasrekombinationseffizienz überarbeitet. Neu hinzugekommen sind Abschnitte zu Batterieanforderungen und Batteriesystemleistung sowie Anhänge, darunter ein normativer Anhang zum CCCV-Ladeverfahren.
Ebenfalls im September 2026 erschien die DIN EN IEC 60622, die ebenfalls verschlossene prismatische Ni-Cd-Zellen behandelt. Die Überarbeitung der Ausgabe von 2003 enthält optionale Charakterisierungen für Zellen bei extremen Temperaturen, mit CCCV-Ladung, für Schnellladung und für hohe Zyklenzahlen.
Eine weitere Neuveröffentlichung ist die DIN EN IEC/IEEE 63184 (VDE 0848-184:2026-09). Diese Norm legt Verfahren zur Bewertung der menschlichen Exposition durch elektrische und magnetische Felder von stationären induktiven Systemen zur drahtlosen Energieübertragung (WPT) im Frequenzbereich von 3 kHz bis 30 MHz fest. Sie gilt nicht für kapazitive Systeme oder mobile Anwendungen. Typische Einsatzbereiche sind Unterhaltungselektronik wie Mobiltelefone und Tablets sowie die Automobilindustrie, insbesondere Elektrofahrzeuge. Zuständig ist der DKE-Arbeitskreis K 764.
Schließlich wurde die DIN EN IEC 60300-1 veröffentlicht, die das Zuverlässigkeitsmanagement für Systeme, Produkte, Komponenten und Dienstleistungen beschreibt. Die Norm basiert auf IEC 60300-1:2024 und ersetzt die Ausgabe von 2015. Sie unterstützt Managementsysteme nach ISO 9001 und ISO 55001. Gegenüber der Vorgängerversion enthält sie mehr Leitlinien zur Integration von Zuverlässigkeitsaktivitäten in bestehende Managementsysteme, detailliertere Angaben zur Einrichtung eines Zuverlässigkeitsprogramms sowie Anpassungen zur Konsistenz mit anderen Zuverlässigkeitsnormen. Zuständig ist der DKE-Arbeitskreis K 132.
Quellen
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 60300-1
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 60622
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 62259
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC/IEEE 63184