Tesla bringt den Semi auf die IAA Transportation nach Hannover
Tesla zeigt seinen Elektro-Lkw Semi erstmals auf der IAA Transportation in Hannover. Noch offen ist, ob der Lkw in Grünheide gebaut wird.
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Tesla bringt seinen Elektro-Lkw Semi nach Europa. Wie das Unternehmen am 20. August 2026 auf X mitteilte, wird der Lastwagen auf der IAA Transportation in Hannover zu sehen sein, die vom 15. bis 20. September 2026 stattfindet. Erste Auslieferungen in Europa sollen noch in diesem Jahr erfolgen.
Der Semi ist in zwei Varianten erhältlich: Die Standardversion schafft laut Tesla 325 Meilen (520 Kilometer) pro Ladung, die Langstreckenversion 500 Meilen (800 Kilometer). Der Verbrauch liegt bei 106 kWh pro 100 Kilometer, geladen wird mit bis zu 1,2 Megawatt. In den USA kostet der Lkw 290.000 Dollar, umgerechnet rund 248.000 Euro.
Noch offen ist, wo der Semi für den europäischen Markt gebaut werden soll. Bereits im März 2024 hatte Tesla-Chef Elon Musk angekündigt, den Lkw auch in der Gigafactory in Grünheide zu produzieren. „Ich halte es für sinnvoll, den Semi-Lastwagen auch in Europa in der Gigafactory Berlin zu produzieren“, sagte Musk damals. Auf Anfrage ließ Tesla jedoch offen, ob dieser Plan umgesetzt wird.
Der Markt für emissionsfreie Nutzfahrzeuge wächst derweil kräftig, wie eine Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) zeigt. Demnach stiegen die weltweiten Verkäufe von Lkw und Bussen mit Null-Emissionen von 2024 auf 2025 um 86 Prozent auf 520.500 Fahrzeuge. Allerdings konzentriert sich das Wachstum stark auf China: 88 Prozent dieser Verkäufe entfielen 2025 auf den chinesischen Markt. In der EU wurden im selben Jahr nur 23.700 solcher Fahrzeuge verkauft, ein Anteil von 4,6 Prozent.
In Deutschland sieht es etwas besser aus: 2025 wurden hierzulande 7.430 emissionsfreie Busse und Lkw zugelassen, was einem Anteil von 8,8 Prozent entspricht. Bei den Lkw über 3,5 Tonnen stieg der Absatzanteil von 2,5 Prozent im Jahr 2024 auf 4,5 Prozent im Jahr 2025. Bei den Bussen legte der Anteil von 18,5 auf 24,8 Prozent zu. Mehr als die Hälfte der neu zugelassenen Stadtbusse (58 Prozent) sind inzwischen elektrisch, während der Anteil bei Überlandbussen mit vier Prozent stagniert.
Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektro-Lkw gibt es in Deutschland bereits konkrete Pläne: Das Konsortium aus Eon und Tank & Rast erhielt Anfang Juli 2025 den Zuschlag für den Aufbau eines Ladenetzes entlang der Autobahnen. Geplant sind 195 Ladepunkte, von denen 101 den Megawatt-Ladestandard MCS unterstützen. Dieser erlaubt derzeit maximal 1.200 kW, in der Endausbaustufe sollen es 3.750 kW sein. Mit 1.200 kW lässt sich ein Lkw laut Planung in der gesetzlich vorgeschriebenen 45-minütigen Pause von 20 auf 80 Prozent laden.