EN·DE
Luft- & Raumfahrt

Swiss ermittelt Ladecase als Rauchquelle auf LX16

Ein kleines Ladecase mit Powerbank-Funktion hat auf dem Swiss-Flug LX16 Rauch ausgelöst und zur Notlandung in Bangor geführt. Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit kleiner Lithium-Akkus auf.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Eine Notlandung in Bangor, Maine, hat am 27. Juli 2026 den Swiss-Flug LX16 von Zürich nach New York vorzeitig beendet. Die Maschine vom Typ Airbus A330 – auch als A333 bezeichnet – setzte auf, nachdem in der vorderen Business-Class Rauch sichtbar geworden war. Ein Feuer im Cockpit gab es nicht, wie Swiss betont; die Besatzung hatte zuvor den Transpondercode 7700 gesetzt, der einen Notfall signalisiert.

Alle 208 Insassen blieben unverletzt, und die örtliche Feuerwehr konnte nach der Landung weder Flammen noch Hitzeschäden feststellen. Ein technisches Team von Swiss, das nach Bangor entsandt wurde, identifizierte die Ursache: Das Ladecase eines Passagiers, ein handelsübliches Aufbewahrungsgehäuse für Kopfhörer mit integrierter Powerbank-Funktion, war in einen Sitz gerutscht, dort eingeklemmt und beschädigt worden. Die Beschädigung führte zu Wärmeentwicklung und Rauch. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich keine Ohrhörer in dem Case, sodass deren Akkus nicht beteiligt waren.

Bemerkenswert ist die geringe Kapazität des betroffenen Geräts: Sie liegt bei lediglich ein bis zwei Wattstunden. Zum Vergleich: Übliche Powerbanks bringen es auf 37 bis 74 Wattstunden (10.000 bis 20.000 mAh), und 100 Wattstunden gelten meist als Obergrenze, ab der besondere Vorsichtsmaßnahmen nötig sind. Swiss weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass eine Beschädigung oder Fehlfunktion bei größeren Powerbanks wesentlich gravierendere Folgen haben kann – so können bei einem thermischen Durchgehen Temperaturen im vierstelligen Celsiusbereich und giftige Gase entstehen, und es droht eine Kettenreaktion auf benachbarte Zellen.

Die Fluggesellschaft erinnert an ihre seit Anfang 2026 geltenden Regeln: Die Nutzung von Powerbanks an Bord ist untersagt, ebenso das Aufladen von Geräten oder der Powerbanks selbst. Erlaubt sind pro Passagier höchstens zwei Powerbanks, die am Körper, in der Sitztasche oder im unter dem Sitz verstauten Handgepäck mitgeführt werden müssen – nicht im aufgegebenen Gepäck und nicht in den Gepäckfächern über den Sitzen. Dieselben Vorschriften gelten für E-Zigaretten. Swiss stattet jede Maschine mit „Lithium Safe Bags“ aus, feuerfesten Taschen für überhitzte Geräte, und das Kabinenpersonal ist im Umgang damit geschult. Passagiere werden angewiesen, sich umgehend an die Crew zu wenden, wenn ein elektronisches Gerät heiß wird, raucht, beschädigt ist oder unter einen Sitz fällt.

Der Vorfall war zunächst von einer Fehlinformation begleitet: Die US-Luftfahrtbehörde FAA veröffentlichte einen vorläufigen Bericht, der später korrigiert wurde; Swiss bezeichnet Meldungen über ein Cockpitfeuer als falsch. Die Airline dankte der Besatzung des LX16, die „umgehend, zielgerichtet und richtig gehandelt“ habe, und appellierte an die Passagiere: „Unsere Passagiere tragen eine Mitverantwortung für die Sicherheit, und wir müssen uns darauf verlassen können, dass sie sich strikt an die Powerbank-Regeln halten.“

Quellen

  1. Web research – Rauch auf Flug LX16: Schuld war Ladebox für Kopfhörer - Sky News
  2. Web research – Rauch in der Kabine: Flug von Zürich nach New York wurde umgeleitet: Kopfhörer-Case war Grund
  3. Web research – Swiss nennt Ursache für Rauch auf Flug LX16 | aboutTravel
  4. Web research – Warum ein Swiss-Flug plötzlich in Maine landete
  5. airliners.de – Swiss LX16: Rauchentwicklung durch Kopfhörer-Ladecase ausgelöst