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Erneuerbare Energie·Vereinigte Staaten

RWE gibt Offshore-Windpachten zurück: 1,22 Milliarden Dollar von US-Regierung

RWE erhält 1,22 Milliarden US-Dollar von der US-Regierung für die Rückgabe seiner Offshore-Windpachten. Das Geld fließt in fossile Projekte wie LNG und Gaskraftwerke.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Der Energiekonzern RWE hat sich mit der US-Regierung auf die Rückgabe seiner Offshore-Windpachten geeinigt. Dafür fließen 1,22 Milliarden US-Dollar an das Unternehmen. Die Vereinbarung betrifft Pachtflächen in der New York Bight sowie vor der Küste Kaliforniens und Louisianas, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. RWE begründet den Schritt damit, dass für die geplanten Projekte in diesen Gebieten auf absehbare Zeit keine Genehmigungsperspektive bestehe. Der Vergleich beendet zudem Rechtsansprüche, die RWE gegen die US-Regierung erhoben hatte.

Die finanziellen Dimensionen des Engagements sind beträchtlich: Über eine Milliarde US-Dollar hat RWE nach eigenen Angaben in den Erwerb der Flächen und die Projektentwicklung gesteckt. Allein die Pacht in der New York Bight kostete bei einer Auktion im Jahr 2022 rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Die beiden anderen Lizenzen schlugen zusammen mit etwa 163 Millionen US-Dollar zu Buche. Kurz vor dem Vergleich hatte RWE zudem den Minderheitsanteil von National Grid Ventures am Gemeinschaftsunternehmen Community Offshore Wind übernommen, der bei rund 27 Prozent lag.

Das zurückfließende Geld investiert RWE nun in andere Bereiche. So fließen 900 Millionen US-Dollar in eine indirekte Beteiligung von 16 Prozent am LNG-Projekt in Louisiana. Weitere 300 Millionen US-Dollar sind für Gasturbinenkapazitäten reserviert. Zudem treibt der Konzern eine Reihe von Spitzenlast-Gaskraftwerken voran: Eine Pipeline von 15 solcher Projekte in verschiedenen US-Märkten befindet sich in der Entwicklung.

Die Strategie für den amerikanischen Markt sieht langfristig ein breites Portfolio vor. RWE Americas plant für den Zeitraum 2026 bis 2031 Nettoinvestitionen von rund 17 Milliarden Euro in Onshore-Wind, Solar, Batteriespeicher und flexible Gaskraftwerke. Die Erzeugungskapazität in den USA soll von derzeit etwa 13 Gigawatt in 27 Bundesstaaten auf 22 Gigawatt bis 2031 steigen. Allein im Jahr 2025 hat RWE in den USA rund 2 Gigawatt neue Kapazität ans Netz gebracht.

Die Vereinbarung mit RWE ist bereits die fünfte dieser Art seit März 2026. Zuvor hatten sich andere Unternehmen auf ähnliche Rückkäufe geeinigt. TotalEnergies erhielt 928 Millionen US-Dollar für zwei Offshore-Windpachten und investierte in das Rio-Grande-LNG-Projekt in Texas sowie in konventionelle Öl- und Schiefergasprojekte. Ocean Winds, ein Joint Venture von Engie und EDP Renewables, bekam für Bluepoint Wind bis zu 765 Millionen US-Dollar zurück; für Golden State Wind vor Kalifornien flossen rund 120 Millionen US-Dollar, die in Öl- und Gasprojekte, Energieinfrastruktur oder LNG-Anlagen an der Golfküste investiert werden. Invenergy gab vier Offshore-Windpachten für insgesamt 765 Millionen US-Dollar auf und investiert in Gaskraftwerke in mehreren Bundesstaaten sowie in Geothermie. Duke Energy schließlich erhielt knapp 129 Millionen US-Dollar für eine Pacht vor North Carolina und nutzt das Geld für zusätzliche Erzeugungskapazitäten, darunter Erdgas, Kernkraft und Netzinfrastruktur.

Insgesamt summieren sich die fünf Vereinbarungen auf rund 3,93 Milliarden US-Dollar. Zwölf Offshore-Windpachten wurden dabei aufgegeben. Die Pachtgebiete liegen auf dem sogenannten Outer Continental Shelf, der sich in den meisten US-Bundesstaaten ab drei Seemeilen vor der Küste erstreckt; vor Texas und der Golfküste Floridas beginnt die Bundeshoheit erst bei neun Seemeilen. Die Vergabe der Lizenzen erfolgt durch das Bureau of Ocean Energy Management unter dem Innenministerium.

Quellen

  1. IWR Offshore Wind – Trump lenkt Milliarden an Steuergeldern von Offshore-Windenergie in fossile Energien um – RWE erhält 1,22 Milliarden Dollar