Rotorblatt-Bruch am Windpark „He Dreiht“: Bundespolizei birgt 20-Meter-Fragment aus der Nordsee
Ein 20 Meter langes Stück eines Rotorblatts ist während der Bauarbeiten am Offshore-Windpark „He Dreiht“ in die Nordsee gefallen. Die Bundespolizei barg das Fragment, das eine Gefahr für die Schifffahrt darstellte.
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Ein Teilstück eines Rotorblatts ist während der Bauarbeiten am Offshore-Windpark „He Dreiht“ in die Nordsee gestürzt. Das etwa 20 Meter lange und zwei Meter breite Fragment fiel nach Angaben der Bundespolizei in der Woche vor dem 31. Juli 2026 ins Wasser und stellte eine erhebliche Gefahr für die Schifffahrt dar. Verletzt wurde nach Angaben von Vestas niemand.
Das Teilstück trieb knapp unter der Wasseroberfläche zwischen den Windparks „Hohe See“ und „He Dreiht“. Weil es nur schwer erkennbar und nicht auf dem Schiffsradar sichtbar war, bestand die Gefahr einer Kollision. Ein Bergungsversuch durch den Betreiber mit eigenen Arbeitsschiffen blieb erfolglos, woraufhin das Einsatzschiff „Bad Düben“ der Bundespolizei ausrückte.
Die Einsatzkräfte schleppten das Teil mit einem Kontrollboot zum Schiff und zersägten es an Bord in mehrere Stücke. Am Sonntag, dem 26. Juli 2026, wurden die Einzelteile mit einem Kran in Cuxhaven an Land gebracht. Damit konnte die unmittelbare Gefahr gebannt werden.
Der Windpark „He Dreiht“ von EnBW wird mit 64 Turbinen und einer Leistung von 960 Megawatt in der Deutschen Bucht errichtet, rund 90 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum. Alle 64 Anlagen sollen im Sommer 2026 in Betrieb gehen und ab Herbst rechnerisch 1,1 Millionen Haushalte versorgen. In dem Park kommen erstmals Turbinen des Typs V236-15 von Vestas zum Einsatz.
Die Ursache für den Flügelabbruch ist bislang unklar, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Vestas und EnBW haben eine Untersuchung eingeleitet. Auch die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt. Der benachbarte Windpark „Hohe See“ ist seit 2019 in Betrieb.