Roboter sprinten schneller als Bolt – und stürzen danach in die Bande
Bei den World Humanoid Robot Games in Peking knacken Roboter die Sprintrekorde von Bolt und Van Niekerk – und scheitern an der Bremsung. Ein Bericht über Fortschritt und Grenzen zweibeiniger Roboter.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.
Peking – Bei den World Humanoid Robot Games in Peking haben humanoide Roboter am Wochenende neue Bestmarken im Sprint aufgestellt und dabei die Rekorde von Usain Bolt und Wayde van Niekerk unterboten. Gleichzeitig zeigten die Wettkämpfe, dass die Maschinen beim Abbremsen noch erhebliche Probleme haben.
Die zweite Auflage der Spiele läuft noch bis zum 26. August in der olympischen Eisschnelllaufhalle der chinesischen Hauptstadt. Nach Angaben der Veranstalter sind mehr als 2.000 Roboter in 51 Disziplinen gemeldet, die in über 1.000 Wettbewerben gegeneinander antreten. Eine Quelle nennt konkret 2.056 Roboter aus 16 Ländern, eine andere spricht von über 2.000 Robotern und mehr als 660 Teams aus 16 Ländern – die Zahlen weichen also leicht voneinander ab. Die meisten Teams kommen aus China, viele von Unternehmen und Universitäten, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Offizielle berichtet.
Zu den Disziplinen zählen neben Sprint, Weitsprung und Gewichtheben auch Tischtennis, Fußball, Boxen und Tennis sowie Haushaltsaufgaben, Rettungseinsätze und Fließbandarbeit. Im 100-Meter-Lauf siegte der Roboter „Tiangong Ultra“, der am Pekinger Innovationszentrum für humanoide Robotik entwickelt wurde, in 9,39 Sekunden und unterbot damit den Weltrekord des Menschen von 9,58 Sekunden, den Usain Bolt 2009 aufgestellt hatte. Ein von Honor gebauter Roboter namens „Lightning“ – bei den deutschen Quellen so genannt, im chinesischen Staatsfernsehen als „Blitz“ bezeichnet – war in einem Testlauf sogar in 9,32 Sekunden gelaufen, wie The Telegraph und das Staatsfernsehen berichten. Dabei erreichte Lightning eine Spitzengeschwindigkeit von 14,5 Metern pro Sekunde.
Die Beine des Roboters waren für die verschiedenen Wettbewerbe unterschiedlich lang: Beim Halbmarathon im April dieses Jahres verwendete Lightning 95 Zentimeter lange Beine, für den Sprint wurden sie auf 105 Zentimeter verlängert, wie Reuters meldet. In dem Halbmarathon war Lightning in 50 Minuten und 26 Sekunden gelaufen und hatte damit den menschlichen Rekord von Jacob Kiplimo um mehrere Minuten unterboten. Auch über 400 Meter war Tiangong Ultra mit 38,16 Sekunden schneller als der menschliche Rekordhalter Wayde van Niekerk, der 2016 in 43,03 Sekunden gelaufen war.
Doch die schnellen Zeiten täuschen über ein grundlegendes Problem hinweg: Die Roboter können auf der 100-Meter-Strecke nicht richtig bremsen. Nach dem Zieleinlauf krachten mehrere Maschinen in die Schutzpolster und mussten von Helfern weggetragen werden. In einem Testlauf stürzten zwei Roboter, einer fing Feuer und wurde von der Feuerwehr gelöscht. Bei der Premiere im vergangenen Jahr hatte Tiangong Ultra die 100 Meter noch in 21,5 Sekunden gewonnen – ein Fortschritt, der die Fortschritte der Technik verdeutlicht, aber auch die Grenzen der aktuellen Steuerungssysteme.
Elon Musk hat angekündigt, bis 2030 jährlich eine Million seiner Optimus-Roboter verkaufen zu wollen – ein Ziel, das vor dem Hintergrund der Bremsprobleme ambitioniert erscheint. Die Weltmeisterschaft zeigt: Humanoide Roboter können inzwischen schneller laufen als Menschen, aber sie haben noch nicht gelernt, rechtzeitig anzuhalten.