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IT-Sicherheit

Rekord-Patchday: Microsoft schließt 622 Sicherheitslücken – KI-System entdeckt Schwachstellen autonom

Der Juli-Patchday von Microsoft markiert mit 622 behobenen Sicherheitslücken einen neuen Höchststand. Grund dafür ist ein KI-System, das Schwachstellen automatisch erkennt und priorisiert.

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Microsoft hat am gestrigen Patchday im Juli 2026 so viele Sicherheitslücken geschlossen wie nie zuvor. Der Konzern bestätigte 622 behobene Common Vulnerabilities and Exposures (CVEs). Zum Vergleich: Im Juli 2025 waren es lediglich 137, wie Windows Latest berichtet.

Der Großteil der Patches entfällt auf Windows: 416 Aktualisierungen, mehr als dreimal so viele wie im Vorjahresmonat. Weitere 82 Sicherheitslücken wurden in Office geschlossen, 46 im Edge-Browser, 27 in den Developer Tools und 17 im SharePoint Server. Einige Quellen zählen je nach Methodik rund 570 Schwachstellen, Microsoft selbst gibt die offizielle Zahl 622 an.

Bereits der Juni 2026 galt mit über 200 geschlossenen Lücken als außergewöhnlich hoch. Der neue Rekord ist auf ein KI-gestütztes System zurückzuführen, das Microsofts Windows-Chef Pavel Davuluri vergangene Woche vorstellte. Demnach nutzt das Unternehmen mehrere KI-Modelle wie Anthropic Claude Mythos und OpenAI GPT-5.6, um Schwachstellen autonom zu entdecken und zu priorisieren. Die KI hilft Entwicklern zudem, Patches schneller zu erstellen.

Zu den kritischen Schwachstellen zählen der BitLocker-Fehler CVE-2026-50661, der Angreifern mit physischem Zugriff das Lesen verschlüsselter Daten erlaubt. Ebenfalls als kritisch eingestuft werden die SharePoint-Server-Lücke CVE-2026-56164 und der Active-Directory-Federation-Services-Fehler CVE-2026-56155, die beide eine Rechteausweitung ermöglichen.

Neben den Sicherheitsupdates führt Microsoft neue Funktionen für die Update-Verwaltung ein. Nutzer können künftig den Installationszeitpunkt über einen Kalender festlegen und den Vorgang mehrfach verschieben. Zudem ist ein Neustart oder Herunterfahren ohne Update-Installation möglich. Ziel sei es, die „Update-Unruhe“ zu reduzieren und den Anwendern mehr Kontrolle zu geben, so Microsoft.

Das Juli-Update KB5101650 betrifft Windows 11 25H2 und 24H2. Für die moderne Arm-Plattform steht KB5101649 für Windows 11 26H1 bereit. Zu den Verbesserungen zählen optimierte Widgets, stabilere Bluetooth-Verbindungen und die standardmäßige Unterstützung des Internet Printing Protocol (IPP). Der Datei-Explorer startet nun schneller, und Fehler bei der OLE-Automation sowie der Dateinamenanzeige im Papierkorb wurden behoben.

Quellen

  1. Golem.de – Neuer Rekord: Microsoft bringt die "Mutter aller Patchday-Releases"
  2. ComputerBase – Rekord-Patchday beim Juli-Update: Allein Windows 11 erhält über 400 Sicherheitspatches