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Erneuerbare Energie·Niederlande

Oranje Wind: Offshore-Bau beginnt mit erster Monopile-Gründung

RWE und TotalEnergies haben mit der Offshore-Errichtung des 795-MW-Windparks Oranje Wind begonnen. Die erste Monopile steht, und das Projekt integriert Batterien, Wasserstoff und flexible Verbraucher von Anfang an.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

In der niederländischen Nordsee hat die Offshore-Errichtung des Windparks Oranje Wind begonnen. Wie die Projektpartner RWE und TotalEnergies mitteilten, ist die erste von 53 Monopile-Gründungen installiert worden. Der Windpark ist für eine Leistung von 795 Megawatt ausgelegt und soll Anfang 2028 vollständig in Betrieb gehen.

An dem Gemeinschaftsprojekt halten RWE und TotalEnergies jeweils 50 Prozent; RWE verantwortet Entwicklung, Bau und späteren Betrieb. Zum Einsatz kommen 53 Turbinen vom Typ Vestas V236 mit je 15 Megawatt Nennleistung. Der Standort liegt etwa 53 Kilometer vor der niederländischen Küste. Die Gründungsarbeiten sollen bis Anfang 2027 abgeschlossen sein, die Kabelverlegung ist ab Ende 2026 geplant, die Turbinenmontage folgt im Laufe des Jahres 2027.

Die Monopiles liefert der niederländische Hersteller Sif. Für Transport und Installation ist Jan De Nul mit dem Spezialschiff „Les Alizés“ zuständig. Eine Besonderheit: Die Windturbinen werden direkt auf dem oberen Flansch der Monopiles montiert, ohne separates Übergangsstück. Nach Angaben von RWE reduziert diese Bauweise den benötigten Stahl. Um die Unterwasserlärmbelastung für Meerestiere während der Rammarbeiten zu mindern, kommt ein Blasenschleier zum Einsatz: Druckluft erzeugt eine Blasenwand, die Schall absorbiert oder reflektiert; die Schallpegel werden außerhalb des Vorhangs gemessen.

Oranje Wind ist kein konventioneller Windpark, sondern ein Modell für die Integration von Erzeugung und Verbrauch. Bereits die Vergabe des Gebiets Hollandse Kust West VII im Jahr 2022 an RWE erfolgte unter Berücksichtigung der Systemintegrationsbeiträge durch die niederländische Agentur RVO. In der Ausschreibung konnte das Kriterium Systemintegration die Hälfte der Gesamtpunkte ausmachen.

Zur Einbindung des Windparks betreibt RWE seit Anfang 2025 in Eemshaven einen Batteriespeicher mit 35 Megawatt und 41 Megawattstunden Kapazität. Ein weiterer Speicher in Moerdijk mit 7,5 Megawatt und 11 Megawattstunden ist seit Juni 2025 im kommerziellen Betrieb; er verfügt über netzbildende Wechselrichter und kann laut Unternehmen innerhalb von Millisekunden Strom aufnehmen oder abgeben. Darüber hinaus plant RWE flexible Verbraucher wie E-Kessel und intelligente Ladung von Elektrofahrzeugen.

Auch die Wasserstoffproduktion ist Teil des Konzepts. RWE entwickelt in Eemshaven einen Elektrolyseur mit 100 Megawatt Leistung; Bau- und Umweltgenehmigungen liegen vor, eine endgültige Investitionsentscheidung steht jedoch aus. TotalEnergies will seinen Anteil am Strom aus Oranje Wind für Elektrolyseprojekte mit einer Gesamtleistung von 350 Megawatt nutzen, um jährlich rund 40.000 Tonnen grünen Wasserstoff für die Dekarbonisierung seiner Raffinerien in Nordeuropa zu erzeugen. Gemeinsam mit Air Liquide plant TotalEnergies zudem einen 250-Megawatt-Elektrolyseur an der Raffinerie in Zeeland, der aus Oranje Wind gespeist werden soll und bis zu 30.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr produzieren könnte.

Nach vollständiger Inbetriebnahme soll Oranje Wind rechnerisch genug Strom für den Jahresbedarf von etwa einer Million niederländischer Haushalte liefern.

Quellen

  1. IWR Offshore Wind – Offshore-Windpark Oranje Wind startet Bauphase - RWE und Total Energies verbinden 795-MW-Windpark mit Speichern und Wasserstoff