OpenAI bringt Sprachsteuerung ChatGPT Voice auf den Desktop
OpenAI hat die Sprachassistenten-Funktion ChatGPT Voice für die Desktop-Apps auf macOS und Windows freigegeben. Sie erlaubt es, über GPT-Live per Vollduplex-Kommunikation mit ChatGPT Work und Codex zu interagieren.
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OpenAI hat am 24. Juli 2026 die Sprachsteuerung ChatGPT Voice für die Desktop-Anwendungen unter macOS und Windows veröffentlicht. Das Feature, das zuvor bereits in der iOS-App verfügbar war, richtet sich an Abonnenten der kostenpflichtigen Tarife.
Die Technik hinter ChatGPT Voice ist GPT-Live, eine neue Generation von Sprachmodellen, die OpenAI Anfang Juli 2026 eingeführt hatte. Anders als herkömmliche Systeme arbeitet GPT-Live im Vollduplex-Modus: Es kann gleichzeitig sprechen, zuhören und Sprache verarbeiten – ähnlich wie in einem natürlichen Gespräch.
Nutzer können mit ChatGPT Voice über ChatGPT Work und Codex Aufgaben starten, steuern und überwachen. In einer Demonstration zeigte OpenAI unter anderem, wie ein Entwickler mit einem einzigen Sprachbefehl einen neuen Thread erstellte, einen Pull-Request anlegte und die Ursache eines Fehlers identifizierte. Auch das Abfragen des Fortschritts laufender Projekte oder das Koordinieren mehrerer paralleler Codex-Agenten ist möglich.
Sofern die nötigen Berechtigungen erteilt wurden, greift ChatGPT Voice über Work und Codex auf externe Dienste wie Slack, GitHub oder Notion zu. Auf dem Mac kommt die Funktion „Screen Context“ (auch Appshots genannt) hinzu: Dabei macht ChatGPT einen Screenshot des aktiven Fensters und verwendet ihn als Kontext für die Sprachinteraktion.
ChatGPT Voice steht ab sofort für Plus-, Pro-, Business-, Edu- und Enterprise-Abonnenten zur Verfügung – auf den Desktop-Apps für macOS und Windows sowie über die iOS-App. Letztere erlaubt zudem den Fernzugriff auf Codex.
Auch der Wettbewerber Anthropic hat seine Sprachsteuerung für Claude aktualisiert. Diese setzt auf die Modelle Opus, Sonnet und Haiku und erledigt Aufgaben in Anwendungen wie Gmail, Kalender, Slack, Notion und Canva.