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Hardware

Nvidia steigt mit NVHBM in kundenspezifische HBM-Speicher ein

Nvidia stellt mit NVHBM eine eigene HBM4-Variante vor, die Speicher-Controller in den Basis-Die verlagert und so Platz auf dem Compute-Chip schafft. Erster Kunde ist Amazons Annapurna Labs.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Nvidia hat in dieser Woche mit NVHBM eine eigene Variante des HBM4-Speichers vorgestellt. Der Schritt markiert den Einstieg des Unternehmens in kundenspezifische High-Bandwidth-Memory-Lösungen und folgt einem Trend, den auch andere Chip-Entwickler bereits eingeschlagen haben.

Bei NVHBM wandert der Speicher-Controller in den Basis-Die des HBM-Stapels. Dadurch reduziert sich die Fläche für PHY und Support im Vergleich zum JEDEC-HBM4e-Standard um bis zu 67 Prozent. Die schmalere Schnittstelle vereinfacht zudem das Routing auf dem Interposer und ermöglicht laut Nvidia bis zu 80 Prozent mehr nutzbares Silizium über das gesamte Layout. Durch die Rückgewinnung der Speicher-Interface-Verbindungen steht auf dem Haupt-Die bis zu 30 Prozent mehr Fläche für Recheneinheiten oder andere Funktionen zur Verfügung.

Die Technik ist eng mit der NVLink-Fusion-Plattform verbunden: NVHBM nutzt kleine NVLink-Schnittstellen für die Verbindung zwischen Speicher und Compute-Chip. Damit setzt Nvidia auf eine proprietäre Lösung, die die Integration in das eigene Ökosystem weiter vertieft.

Erster Kunde für NVHBM ist Amazons Annapurna Labs, wie das Unternehmen bekannt gab. Nvidia selbst fertigt keine Chips, sondern verlässt sich auf Partner. In einem Blogbeitrag kündigte Nvidia an, dass verschiedene Speicherhersteller Interesse daran haben, NVHBM zu evaluieren und anzubieten.

Die Ankündigung kommt nicht überraschend, denn ähnliche Pläne kursieren bereits seit längerem in der Branche. Marvell hatte schon vor über einem Jahr, teilweise bereits 2024, Roadmaps mit ähnlichen Custom-HBM-Konzepten vorgestellt und dabei von 70 Prozent mehr Fläche für Recheneinheiten gesprochen. Auf der Computex 2026 hatte Nvidia-CEO Jensen Huang Marvell als "nächstes Billionen-Dollar-Unternehmen" gelobt, was die Aktie des Unternehmens in die Höhe trieb.

NVHBM war auch ein zentrales Thema auf der Hot-Chips-Konferenz 2026. Die Entwicklung zeigt, dass sich der Markt für HBM-Speicher zunehmend von standardisierten Lösungen hin zu maßgeschneiderten Varianten bewegt, die enger auf die jeweilige Chip-Architektur abgestimmt sind.

Mit NVHBM stärkt Nvidia nicht nur die eigene Plattform, sondern setzt auch die Konkurrenz unter Druck, ähnliche Wege zu gehen. Die Partnerschaft mit Amazon dürfte dabei signalisieren, dass das Interesse an solchen Lösungen über den klassischen Servermarkt hinausgeht. Wie schnell NVHBM in Serie gehen wird, ließ Nvidia offen, doch die Nennung von Annapurna Labs als Erstkunden deutet auf eine konkrete Einführung hin.

Quellen

  1. t3n – Nvidia baut eigenen KI-Speicher: Was hinter NVHBM steckt
  2. ComputerBase – NVHBM: Nvidia mischt bei Custom-HBM mit keiner neuen Erfindung mit