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Erneuerbare Energie

NRW fördert Synhelions Solarkraftstoff-Anlage in Jülich mit EU-Millionen

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Bau der kommerziellen Demonstrationsanlage „DAWN Extension“ von Synhelion im Brainergy Park Jülich. Die Förderung kommt aus dem Programm „Produktives.NRW“ und wird durch den EU-Just-Transition-Fonds kofinanziert.

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Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium hat eine Förderzusage für den Bau einer kommerziellen Demonstrationsanlage zur Herstellung von Solarkraftstoffen im Brainergy Park Jülich erteilt. Das Schweizer Unternehmen Synhelion erhält die Mittel aus dem Landesprogramm „Produktives.NRW“ für sein Projekt „DAWN Extension“. Dabei handelt es sich um eines von neun Industrieprojekten, die in der vierten Förderrunde ausgewählt wurden.

Bereits 2024 hatte Synhelion am selben Standort die erste Anlage namens DAWN in Betrieb genommen. Während diese vorrangig der Technologieerprobung diente, zielt die Erweiterung nun darauf ab, den kommerziellen Maßstab zu demonstrieren. Das Unternehmen nutzt konzentrierte Sonnenstrahlung als Prozessenergie für einen solarthermochemischen Prozess, um synthetische Kraftstoffe herzustellen. Dabei entstehen nach Angaben des Unternehmens nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF), synthetischer Diesel und Benzin, die ohne Änderungen an Motoren oder der Tankinfrastruktur eingesetzt werden können.

Philipp Furler, Co-CEO und Mitgründer von Synhelion, sagte: „Die Auswahl im Rahmen des Förderprogramms Produktives.NRW bestätigt die Relevanz unserer Technologie und unserer Kommerzialisierungsstrategie.“ Mona Neubaur, NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie, erklärte: „Die ausgewählten Projekte zeigen, was NRW zu bieten hat, um Europa unabhängiger, resilienter und wettbewerbsfähiger zu machen.“

Die Förderung ist vor dem Hintergrund der EU-Verordnung ReFuelEU Aviation zu sehen. Diese schreibt vor, dass Fluggesellschaften ab 2025 einen Anteil von mindestens zwei Prozent nachhaltiger Flugkraftstoffe beimischen müssen; bis 2050 steigt dieser Pflichtanteil auf 70 Prozent. Ab 2030 gilt zudem eine separate Unterquote für synthetische E-Fuels, die bis 2050 auf 35 Prozent anwachsen soll. Die Kosten für solche Kraftstoffe sind derzeit noch hoch: Nach Einschätzung der Lufthansa Group kostet biogenes SAF etwa drei- bis fünfmal so viel wie fossiles Kerosin, während Power-to-Liquid-Kraftstoffe, die noch nicht in industriellem Maßstab produziert werden, bis zu zehnmal so teuer sein können.

Das Programm „Produktives.NRW“ ist Teil des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027, das mit insgesamt rund 1,9 Milliarden Euro aus Landes- und EU-Mitteln ausgestattet ist.

Quellen

  1. IWR Windenergie – EU-Quote für synthetische Flugkraftstoffe: NRW sichert Bau der Synhelion-Anlage in Jülich mit Landesmitteln