New Horizons erwacht: NASA-Sonde startet in die nächste Phase ihrer Reise
Nach 321 Tagen im Winterschlaf hat die NASA-Sonde New Horizons wieder Kontakt aufgenommen. Sie soll nun die äußere Heliosphäre untersuchen und sich auf den Weg in den interstellaren Raum machen.
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Nach 321 Tagen im Winterschlaf hat die NASA-Sonde New Horizons wieder Kontakt aufgenommen. Das Signal der Sonde, die sich rund 9,5 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt befindet, erreichte das Johns Hopkins Applied Physics Laboratory in Maryland nach fast neun Stunden Laufzeit. Die NASA bestätigte, dass die Sonde in gutem Zustand sei.
Während ihrer Ruhephase sammelte die Sonde mit ihren Heliosphären-Plasmasensoren und einem Staubdetektor weiter Daten. Zudem sendete sie wöchentliche Statusmeldungen zur Erde, die alle positiv ausfielen. Nun werden die Bodenstationen zunächst die Gesundheit der Sonde überprüfen und anschließend die während des Winterschlafs gesammelten Daten auswerten.
In drei Wochen soll das UV-Spektrograph an Bord die Wasserstoffverteilung in der äußeren Heliosphäre untersuchen. Weitere Instrumente umfassen einen Staubdetektor, ein Gerät zur Messung der Sonnenwinde in Richtung Pluto sowie ein Spektrometer, das Ionen und Elektronen erfasst, die aus Plutos Atmosphäre entweichen. Für 2027 erwarten die Wissenschaftler, dass New Horizons die Terminationsschockfront überquert, an der der Sonnenwind unter die Schallgeschwindigkeit fällt. Langfristig soll die Sonde den interstellaren Raum erreichen.
New Horizons startete im Januar 2006 mit dem Ziel, Pluto zu erforschen – damals noch als Planet. Im Sommer desselben Jahres wurde Pluto jedoch zum Zwergplaneten herabgestuft. Die Sonde erreichte Pluto 2015 und begann 2016 eine Sekundärmission zum Kuipergürtelobjekt Arrokoth, das als das entfernteste Objekt gilt, das je von einer Raumsonde aus der Nähe untersucht wurde.
Die Rückkehr von New Horizons fällt in eine Zeit intensiver Aktivität in der Weltraumforschung. So ist der Start des Nancy Grace Roman Space Telescope für den 30. August 2026 um 07:26 Uhr EDT geplant. Das Teleskop, das nach der ersten Chef-Astronomin der NASA benannt ist, soll mit einer SpaceX Falcon Heavy von der Startanlage 39A im Kennedy Space Center ins All gebracht werden. Bereits im September 2025 wurde die Sonde IMAP gestartet, die die Grenze der Heliosphäre untersuchen soll. Zudem sind weitere Missionen wie Pandora zur Charakterisierung von Exoplaneten-Atmosphären und Dragonfly, ein Rotorcraft zur Erforschung des Saturnmondes Titan, in Vorbereitung.