Moonshot AI veröffentlicht Kimi K3: Chinesisches Modell mit 2,7 Billionen Parametern fordert US-Konkurrenz heraus
Das Pekinger Startup Moonshot AI hat heute das Open-Weight-Modell Kimi K3 mit 2,7 Billionen Parametern veröffentlicht. Es soll mit Anthropics Fable 5 konkurrieren und erscheint früher als von Analysten erwartet.
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Das Pekinger KI-Startup Moonshot AI hat heute das Sprachmodell Kimi K3 veröffentlicht. Mit 2,7 Billionen Parametern ist es nach Unternehmensangaben das derzeit größte frei verfügbare Open-Weight-Modell auf dem Markt. Zum Vergleich: Deepseeks V4-Modell kommt auf 1,6 Billionen Parameter.
Moonshot AI zufolge ist Kimi K3 wettbewerbsfähig mit Anthropics Fable 5 und übertrifft in internen Benchmarks die Modelle Anthropic Opus 4.8, OpenAI GPT 5.6 Sol und GPT 5.5 deutlich. Das Modell ist als Open-Weight-Version frei verfügbar, sodass Kunden es auf eigenen Computern ausführen können. In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es: „Es arbeitet mit minimaler menschlicher Aufsicht, kann lange Entwicklungssitzungen durchhalten, riesige Repositories navigieren und Terminal-Tools koordinieren.“
Die Preisgestaltung unterscheidet sich erheblich: Kimi K3 kostet 15 Dollar pro Million Output-Tokens, während Deepseek V4 mit 0,87 Dollar deutlich günstiger ist und Fable 5 mit 50 Dollar zu Buche schlägt. Fable 5 gilt als sicherere Version von Anthropics Mythos 5, das im April 2026 veröffentlicht wurde und als leistungsfähigstes Modell für Cyber-Aufgaben gilt – jedoch aus Sicherheitsbedenken nur ausgewählten Unternehmen im Rahmen von Project Glasswing zugänglich ist.
Mitte Juni 2026 verhängte die US-Regierung aus Sicherheitsgründen ein Exportverbot für Mythos 5 und Fable 5, hob es jedoch inzwischen wieder auf. Analysten hatten nicht damit gerechnet, dass China bereits so früh ein Modell auf dem Niveau von Fable 5 vorlegen würde.
Die Veröffentlichung von Kimi K3 könnte den Druck auf US-Regulierungsbehörden erhöhen, die KI-Kontrollen zu lockern, um die amerikanische Führungsrolle zu sichern. US-KI-CEOs wie Demis Hassabis und Sam Altman plädieren derweil für Aufsichtsgremien, die die Entwicklung neuer Modelle überwachen sollen.