Microsoft stoppt ungewollte McAfee-Pop-ups auf LG-Monitoren – Grundproblem bleibt bestehen
Nach Beschwerden über ungefragt installierte McAfee-Testversionen auf LG-Monitoren griff Microsoft ein. LG deaktivierte die Pop-ups, doch die zugrunde liegende Windows-Funktion bleibt unverändert.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.
Microsoft hat LG dazu bewegt, unerwünschte Werbeeinblendungen für eine McAfee-Testversion zu unterbinden, die auf zahlreichen LG-Monitoren erschienen waren. Der Vorfall wirft jedoch Fragen zur grundlegenden Funktionsweise von Windows auf, die Hardwareherstellern weiterhin erlaubt, Software ohne explizite Zustimmung der Nutzer zu installieren.
Betroffen waren Monitore, die über den sogenannten LG Monitor App Installer verfügen. Diese Anwendung wird automatisch über Windows Update installiert, sobald ein kompatibles LG-Gerät – etwa ein UltraGear-Monitor – erstmals mit einem Windows-PC verbunden wird. Dabei handelte es sich um neuere Modelle sowie einige Geräte aus dem Jahr 2024. Nach der Installation zeigte die App ein Pop-up, das für eine 30-Tage-Testversion von McAfee warb, ohne dass die Nutzer dem zugestimmt hatten. Viele Anwender berichteten zudem von Schwierigkeiten, die Software wieder zu entfernen.
Auf das Problem aufmerksam wurde Epic-Games-CEO Tim Sweeney, der sich über den Kurznachrichtendienst X an Windows-Chef Pavan Davuluri wandte. Davuluri reagierte und bestätigte am 19. Juli 2026, dass LG zugesagt habe, die Pop-ups zu deaktivieren. In einer Stellungnahme erklärte Davuluri: „We've connected with the team at LG and as an immediate next step, they have agreed to disable the McAfee pop-up from their app.“ Inzwischen wurden alle Verweise auf McAfee aus dem Eintrag des LG Monitor App Installer im Microsoft Store entfernt. Die App selbst hatte dort aufgrund der negativen Rückmeldungen nur eine Ein-Stern-Bewertung erhalten.
LG verteidigte sich mit dem Hinweis, dass McAfee niemals ohne Zustimmung der Nutzer installiert werde und die Verteilung über den offiziellen Microsoft-Prozess erfolge. Tatsächlich basiert die Installation auf einem Windows-Mechanismus, der es Hardwareherstellern erlaubt, Begleitsoftware automatisch über den Gerätetreiber bereitzustellen. Dieser Mechanismus wurde durch den aktuellen Vorfall nicht verändert. Das bedeutet, dass Hersteller auch künftig die Möglichkeit haben, auf diesem Weg Software auf den Rechnern der Nutzer zu platzieren, ohne dass diese explizit eingreifen müssen.