Microsoft integriert Smartphones tiefer in Windows 11 – Phone Link soll überflüssig werden
Microsoft plant, Smartphone-Funktionen direkt in Windows 11 zu verankern und die separate Phone-Link-App überflüssig zu machen. Einem Bericht zufolge testet der Konzern mehrere neue Features, darunter eine erweiterte Companion-Anzeige, ein Taskleisten-Menü und eine eigene Nachrichten-App.
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Microsoft arbeitet daran, Smartphones enger mit Windows 11 zu verbinden und die bisher nötige Phone-Link-App zu ersetzen. Wie Windows Central unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen berichtet, sollen mobile Funktionen künftig direkt im Betriebssystem aufgehen – ohne Umweg über eine separate Anwendung.
Eine zentrale Neuerung betrifft den Phone Companion im Startmenü. Bislang zeigt er nur grundlegende Informationen an; künftig sollen Nutzer dort durch die zuletzt auf dem Smartphone ausgeführten Aktivitäten blättern können. Zudem testet Microsoft, dass sich beim Überfahren mit der Maus vollständige Nachrichten und Bilder als Vorschau öffnen lassen – alles ohne die Phone-Link-App zu starten.
Auch die Taskleiste erhält ein Upgrade: Ein neues Smartphone-Symbol im Infobereich soll per Klick ein Schnellmenü öffnen. Dort werden Statusinformationen sowie Schaltflächen für „Nicht stören“, den Vibrationsmodus und „Smartphone finden“ bereitgestellt. Dateien lassen sich künftig per Drag-and-Drop auf dieses Symbol ziehen und direkt an das Mobilgerät senden.
Die Zwischenablage wird ebenfalls ausgebaut: Statt nur des zuletzt kopierten Inhalts soll der gesamte Verlauf zwischen PC und Smartphone synchronisiert werden. Dadurch stehen alle kopierten Texte und Codes auf beiden Geräten zur Verfügung.
Eine eigenständige Nachrichten-App für Windows 11 ist laut den Quellen in Planung. Sie soll SMS-Nachrichten des Smartphones synchronisieren und das Beantworten direkt am PC erlauben – ohne die Phone-Link-App. Bisher war dies nur innerhalb von Phone Link möglich.
Alle genannten Funktionen befinden sich noch in der Prototypenphase. Microsoft testet verschiedene Konzepte intern; wann und ob sie veröffentlicht werden, ist offen. Vor einem breiten Rollout sollen Rückmeldungen aus dem Windows-Insider-Programm eingeholt werden. Sollten sich Probleme oder mangelnde Praktikabilität zeigen, könnten einzelne Features noch vor der Beta gestrichen werden.