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Politik & Gesellschaft·Vereinigte Staaten

Meta steht ab heute vor Gericht: 29 US-Staaten fordern Milliarden wegen Jugendschutz

Ab heute verhandelt ein Bundesgericht in Oakland über die Klage von 29 US-Staaten gegen Meta. Die Vorwürfe: Suchtfördernde Plattformen und Verstöße gegen den Datenschutz Minderjähriger.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

In Oakland, Kalifornien, hat heute der Bundesprozess gegen Meta begonnen. Die 29 US-Bundesstaaten, die 2023 Klage eingereicht haben, werfen dem Konzern vor, Instagram und Facebook absichtlich so gestaltet zu haben, dass sie bei Kindern und Jugendlichen Suchtverhalten auslösen. Zudem habe Meta die Öffentlichkeit über die Sicherheit seiner Plattformen getäuscht und widerrechtlich Daten von Kindern unter 13 Jahren gesammelt, was gegen den Children's Online Privacy Protection Act verstoße. Die Klägerseite, vertreten durch die Staaten Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey, fordert Schadensersatz in Höhe von 200 Milliarden Dollar. Meta hingegen spricht von bis zu 1,4 Billionen Dollar, die die Staaten verlangten. Diese Zahl sei "für den Schockeffekt" berechnet, sagte der Anwalt der Staaten. Ein Sprecher von Meta nannte die Forderung "abwegig". Richterin Yvonne Gonzalez Rogers hatte die Summe von 1,4 Billionen Dollar bereits als "unangemessen" bezeichnet und auch Metas eigene Schätzung von vier Millionen Dollar verworfen.

Der Prozess soll etwa sechs Wochen dauern, ein Urteil wird bis Oktober erwartet. Acht Geschworene wurden als Beirat ausgewählt, die endgültige Entscheidung trifft jedoch die Richterin. Als Zeugen werden unter anderem Mark Zuckerberg und Instagram-Chef Adam Mosseri erwartet. Auch der frühere Meta-Ingenieur Arturo Bejar soll aussagen; der Versuch des Konzerns, ihn zu verhindern, war gescheitert.

Meta weist alle Vorwürfe zurück. Die Behauptungen der Staaten seien "unbewiesen" und die finanziellen Forderungen "völlig unverhältnismäßig", so ein Sprecher. Die Staaten hätten keine Beweise und würden harmlose Funktionen wie das zusätzliche Instagram-Konto als Schaden für die Einwohner darstellen. Zudem forderten die Staaten eine "absurde Auszahlung" und bestraften Meta für branchenweite Herausforderungen wie die Altersverifikation. Meta stehe zu seinen Jugendschutzmaßnahmen und werde seine Position vor Gericht darlegen, betonte der Sprecher.

Die Staaten verlangen nicht nur Geld, sondern auch Änderungen an den Apps, um junge Nutzer zu schützen, etwa Bildschirmzeitbegrenzungen. Meta hat weltweit mehr als drei Milliarden Nutzer. Die Rechtskosten des Konzerns beliefen sich im zweiten Quartal 2026 auf 2,4 Milliarden Dollar, wie Meta selbst angab. Bereits in diesem Jahr hat Meta zwei Prozesse vor staatlichen Gerichten in Los Angeles und New Mexico verloren; gegen beide Urteile hat das Unternehmen Berufung eingelegt.

Beobachter vergleichen den Fall mit dem "Big-Tobacco-Moment". Seit dem Vergleich von 1998 haben Tabakunternehmen mehr als 176 Milliarden Dollar gezahlt und zahlen weiterhin neun Milliarden Dollar pro Jahr. Der Prozess ist der erste Bundesprozess in einer erwarteten Welle von Klagen gegen TikTok, Snapchat und YouTube wegen der psychischen Gesundheit Jugendlicher. Die Rechtsprofessorin Nora Freeman Engstrom sieht in dem Verfahren möglicherweise den "Beginn einer umfassenderen Abrechnung" für Meta.

Quellen

  1. Tech Xplore – Meta in court over child social media addiction
  2. ComputerBase – Social-Media-Sucht: Meta droht Strafzahlung von bis zu 1,4 Billionen US-Dollar