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Luft- & Raumfahrt·Deutschland

Lufthansa startet Starlink-WLAN: Erste Maschine hebt ab, Europa diskutiert Abhängigkeit

Die Lufthansa hat als erste große europäische Airline-Gruppe das Starlink-WLAN an Bord genommen. Während Passagiere kostenlos surfen können, warnen Experten vor einer wachsenden Abhängigkeit von Elon Musks Satellitenmonopol.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Am 19. August 2026 ist die erste Lufthansa-Maschine mit Starlink-WLAN gestartet. Der Airbus A320neo mit dem Kennzeichen D-AINM hob um 12:15 Uhr als Flug LH234 von Frankfurt nach Rom ab. In 10.000 Metern Höhe wurde das System von Lufthansa-Airlines-Chef Jens Ritter aktiviert. Damit ist die Lufthansa-Gruppe die erste große europäische Airline, die auf das Satellitennetz von SpaceX setzt.

Bis 2029 will der Konzern seine gesamte Flotte von etwa 850 Flugzeugen mit Starlink ausrüsten. In diesem Jahr sollen bis zu zehn weitere Maschinen der A320-Familie bei Lufthansa und Lufthansa City Airlines folgen. Die Installation erfolgt überwiegend bei Lufthansa Technik in Berlin und wird mit geplanten Wartungszeiten kombiniert.

Für Passagiere ist das WLAN kostenlos: Alle Miles-&-More-Mitglieder und Travel-ID-Nutzer können in allen Klassen surfen. Gesponsert wird das Angebot von Mastercard, das zuvor Partner von FlyNet war. Mit dem Umstieg auf Starlink ersetzt die Lufthansa das bisherige European Aviation Network (EAN) von Inmarsat und Deutscher Telekom.

Die Lufthansa ist nicht allein: British Airways nutzt Starlink bereits seit März 2026 und will bis 2028 die gesamte Flotte ausrüsten. Bei United Airlines ist das WLAN auf mehr als 25 Prozent der täglichen Flüge verfügbar, die vollständige Abdeckung ist bis Ende 2027 geplant. United-Chef Scott Kirby sagte: "Das wird uns von allen anderen Fluggesellschaften abheben." Emirates-Präsident Tim Clark lässt Starlink in so vielen Flugzeugen wie möglich installieren.

SpaceX hat nach eigenen Angaben Mehrjahresverträge für über 7.000 Flugzeuge abgeschlossen – etwa jedes fünfte Flugzeug weltweit. Das Starlink-System umfasst rund 13.000 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn zwischen 160 und 2.000 Kilometern Höhe; es wird seit 2019 aufgebaut. Langfristig strebt SpaceX eine Konstellation von einer Million Satelliten an. Laut einem Börsenprospekt erwirtschaftete Starlink 2025 einen Umsatz von 11,4 Milliarden US-Dollar, was 60 Prozent des SpaceX-Gesamtumsatzes entspricht.

In Europa wächst jedoch die Sorge vor einer Abhängigkeit von Elon Musks Satellitenmonopol. Hans-Peter Petry, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Satelliten-Kompetenznetzwerks DeSK, sieht europäische Konkurrenten drei bis fünf Jahre hinter Starlink zurück. Die europäische Industrie habe sich historisch auf geostationäre Satelliten konzentriert. Eutelsat OneWeb betreibt zwar das einzige andere globale kommerzielle LEO-Netz, kann aber nicht mithalten. Petry warnt: "Wir werden mit dieser Abhängigkeit leben müssen." Und: "Man kann nur hoffen, dass Starlink seine Monopolposition im politischen Umfeld nicht selektiv ausnutzt – eine gewisse Unsicherheit bleibt aber."

Die Bedenken sind nicht unbegründet: Im März 2025 hatte Elon Musk auf X angedeutet, ein Starlink-Ausfall würde die ukrainische Front kollabieren lassen. Später betonte er, dies niemals tun zu wollen. Die Ukraine nutzt Starlink im Drohnenkrieg.

Quellen

  1. Golem.de – Statt Telekom: Lufthansa startet erstmals mit Onboard-Internet von Starlink
  2. airliners.de – Lufthansa startet Highspeed-Internet mit Starlink an Bord
  3. Lufthansa Group Newsroom – Lufthansa hebt erstmals mit Highspeed-Internet von Starlink ab