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Hardware

Intel Foundry investiert fünf Milliarden Euro in irische Chipfabrik

Intel steckt fünf Milliarden Euro in sein Halbleiterwerk in Leixlip, Irland, um die Kapazität für den Fertigungsprozess Intel 3 auszubauen. Die Investition erfolgt trotz anhaltender Verluste in der Foundry-Sparte.

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Intel Foundry investiert fünf Milliarden Euro in sein irisches Halbleiterwerk in Leixlip. Das Geld fließt in neue Produktionsanlagen, darunter EUV-Lithografiesysteme, sowie in den Ausbau des automatisierten Fördersystems, das die verschiedenen Campus-Module zu einer durchgehenden Hochgeschwindigkeits-Produktionsumgebung verbinden soll, wie Intel in einer Mitteilung schreibt. Die Gebäude selbst werden nicht erweitert; stattdessen sollen die vorhandenen Reinräume besser ausgenutzt werden. Der Ausbau hat bereits Anfang 2026 begonnen und soll 2027 abgeschlossen sein, teilte Intel mit.

Mit der Investition will Intel die Fertigungskapazität für den Prozess Intel 3 steigern. Intel 3 kommt derzeit in den CPU-Dies der Xeon-6-Prozessoren (Granite Rapids) zum Einsatz. Langfristig soll der Prozess für I/O-Dies und Base-Tiles erhalten bleiben, etwa beim 288-Kerner Xeon 6+ (Clearwater Forest), dessen CPU-Tiles auf Intel 18A basieren, aber auf Base-Tiles in Intel 3 sitzen. Intel bestätigte, dass auch kommende Xeon-Generationen Intel 3 nutzen werden; für Diamond Rapids werden CPU-Tiles auf Intel 18A-P erwartet, während I/O-Dies und Base-Tiles weiterhin in Intel 3 gefertigt werden. Die Nachfrage nach solchen Base-Wafern sei hoch, erklärte Intel, sowohl von Intel selbst als auch von externen Kunden – darunter europäische Unternehmen, deren Namen Intel nicht nannte.

Die Investition erfolgt trotz anhaltender Verluste in der Chipfertigungssparte. Im ersten Quartal 2026 verbuchte Intel Foundry einen Betriebsverlust von über 2,4 Milliarden US-Dollar. Intel hatte 2024 für 11,2 Milliarden US-Dollar 49 Prozent des irischen Werks verkauft, um Geld zu beschaffen, und die Anteile im Frühling 2026 für 14,2 Milliarden US-Dollar zurückgekauft.

Intel betonte, dass die Fab 34 in Leixlip die einzige Fabrik in Europa ist, die EUV-Lithografie in Serie einsetzt, und dass sie auf dem Papier auch für Intel 18A und 18A-P geeignet wäre. Derzeit gebe es aber keine Pläne, den Prozess dort umzustellen. Weitere Fab-Projekte in Europa seien vorerst nicht geplant; Intel hatte die geplante Fabrik in Deutschland und das Packaging-Werk in Polen 2025 aufgegeben.

Quellen

  1. heise online – Trotz roter Zahlen: Intel Foundry investiert 5 Milliarden Euro in Irland
  2. ComputerBase – Intel Foundry in Europa: 5 Milliarden Euro für den Aus­bau der EUV-Chip-Fertigung