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Erneuerbare Energie·Deutschland

Industrie setzt auf Solarstrom vom eigenen Dach: Zwei On-site-PPAs in Deutschland

Hochtief und VSB realisieren Solaranlagen für WSA Neckar und Thyssenkrupp Rasselstein. Die Unternehmen vermeiden Investitionen und sichern langfristig grünen Strom.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Zwei Projekte in Deutschland zeigen, wie Industrieunternehmen und öffentliche Einrichtungen zunehmend auf Solarstrom vom eigenen Gelände setzen, ohne selbst investieren zu müssen. Beide Vorhaben folgen dem Modell eines sogenannten On-site-Power-Purchase-Agreements (PPA), bei dem ein externer Dienstleister die Anlage finanziert, baut und betreibt und den Strom vor Ort über einen langfristigen Vertrag abnimmt.

In Heilbronn hat Hochtief PPP Solutions ein Betriebsgebäude für das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Neckar errichtet. Der Neubau am Zukunftspark Wohlgelegen, direkt am Neckar gelegen, ersetzt den bisherigen Standort an der Mannheimer Straße. Die Fertigstellung erfolgte nach 24 Monaten Bauzeit. Das Depot umfasst 2.300 Quadratmeter mit Büros, Werkstätten und Lagerflächen. Auf den Dächern installierte Ingenia Projects Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 438 Kilowatt. Sie erzeugen schätzungsweise 415 Megawattstunden Strom pro Jahr. Ein Batteriespeicher mit 215 Kilowattstunden puffert die Tagesproduktion für den Abend und reduziert Lastspitzen. Hochtief Solarpartner finanziert und betreibt die Anlagen und liefert den Strom über einen langfristigen On-site-PPA an das WSA. Das Gesamtprojekt, das Bau, Energieversorgung und Betrieb bis 2050 umfasst, wurde mit DGNB Silber zertifiziert. Peter Coenen, Geschäftsführer von Hochtief PPP Solutions, betont: „Öffentliche Infrastruktur muss von Anfang an mit Blick auf ihren langfristigen Betrieb geplant werden.“

In Andernach entsteht derweil ein Solarpark auf dem Gelände des Stahlherstellers Thyssenkrupp Rasselstein. VSB Integrated Energy Solutions errichtet dort auf 5,2 Hektar zwei bisher ungenutzter Flächen rund 12.000 Solarmodule. Die Unterkonstruktion besteht aus CO2-reduziertem Bluemint-Stahl von Thyssenkrupp. Der Park soll Mitte 2027 fertiggestellt sein und jährlich etwa 8 Gigawattstunden Strom liefern. VSB finanziert, baut und betreibt die Anlage und hat mit Thyssenkrupp Rasselstein einen On-site-PPA über 20 Jahre abgeschlossen. Der Strom wird direkt am Standort für die Produktion von Weißblech und Feinblech genutzt. Thorsten Krenke, CTO und Mitglied des Vorstands von Thyssenkrupp Rasselstein, sagt: „Unser Ziel war es, einen Teil unseres Grünstrombedarfs lokal zu decken.“ Frederic Wagner, Geschäftsführer von VSB Integrated Energy Solutions, ergänzt: „Mit dem Projekt in Andernach zeigt Thyssenkrupp Rasselstein, welches Potenzial erneuerbare Energien direkt am Industriestandort bieten.“

VSB hat bereits ähnliche On-site-PPA-Anlagen für Unternehmen wie Carrefour, Hutchinson, Lhyfe, Mercedes-Benz, Metro und Seales Air umgesetzt. Die beiden neuen Projekte verdeutlichen den Trend, dass Betriebe zunehmend auf externe Partner setzen, um ihre Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig Investitionskosten zu vermeiden.

Quellen

  1. ERNEUERBARE ENERGIEN – Hochtief errichtet solarbetriebenes Wartungsdepot in Heilbronn
  2. ERNEUERBARE ENERGIEN – Thyssenkrupp kauft Solarstrom aus Anlage auf eigenem Werksgelände