Google erweitert Ask Maps um autonomes Bestellen und Buchen – vorerst nur in den USA
Google Maps' KI-Assistent Ask Maps übernimmt künftig mehrstufige Aufgaben wie Essensbestellung, Hotelsuche und Eventfindung. Die neuen Funktionen starten jedoch zunächst nur in den USA.
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Google weitet den KI-Assistenten Ask Maps in Google Maps zu einem Agenten aus, der mehrstufige Aufgaben selbstständig erledigen kann. Dazu gehören das Bestellen von Essen, die Suche nach Hotels und das Finden von Veranstaltungen. Die Erweiterung basiert auf den agentischen Fähigkeiten von Gemini, wie das Unternehmen mitteilt.
Bei der Essensbestellung findet Ask Maps ein Restaurant entlang der Route, legt ein Gericht in den Warenkorb und übergibt die Bestellung zur Bestätigung an den Nutzer. Dabei greift der Assistent auf die Personal Intelligence zurück, die Vorlieben wie Lieblingsrestaurants oder Ernährungsbedürfnisse berücksichtigt. Als Startpartner für die Essensbestellung nennt Google Square und Toast; Uber Eats soll später folgen. Technisch setzt das Unternehmen auf das offene Universal Commerce Protocol for Food, das gemeinsam mit den Partnern entwickelt wurde und die Menüsuche, das Befüllen des Warenkorbs sowie die Übergabe der Bestellung standardisiert.
Auch bei der Hotelsuche bündelt Ask Maps mehrere Kriterien wie Preis, Bewertungen, Atmosphäre und Nähe zu bestimmten Orten. Der Assistent vergleicht aktuelle Preise und Verfügbarkeiten für einen bestimmten Zeitraum und ermöglicht die direkte Buchung aus der App heraus. Bei der Eventsuche liefert er Ergebnisse von Konzerten bis zu Comedy-Shows und verlinkt direkt zu Tickets.
Die neuen Funktionen für Essen, Hotels und Events starten zunächst nur in den USA. Für Deutschland gibt es keine zeitliche Angabe. Auch für die vollständige Verfügbarkeit von Ask Maps in deutscher Sprache nennt Google keinen Termin.
Darüber hinaus kann Ask Maps Änderungen an Karteneinträgen vorschlagen, etwa wenn ein Nutzer ein Geschäftsschild mit den Öffnungszeiten fotografiert. Der Assistent liest die Informationen aus und fragt, ob sie übernommen werden sollen. Optional lässt sich Ask Maps mit Gmail verbinden und nutzt dann vorhandene Flug-, Hotel- und Restaurantreservierungen für Empfehlungen. Diese Verbindung ist standardmäßig deaktiviert und muss explizit aktiviert werden. Später sollen auch Daten aus anderen Google-Apps wie dem Kalender einfließen. Wenn die Aktivitätseinstellungen aktiviert sind, merkt sich Ask Maps frühere Unterhaltungen.
Ein neues Live-Widget zeigt aktuelle Abfahrtszeiten und Verspätungen für Busse, Bahnen, U-Bahnen und Fähren und aktualisiert sich innerhalb von Ask Maps. Dieses Widget, die Empfehlungen auf Basis von Gmail sowie die Erinnerung an Unterhaltungen werden überall dort eingeführt, wo Ask Maps verfügbar ist – in mehr als 150 Ländern und Territorien, allerdings nur auf Englisch. Ask Maps selbst wurde im März 2026 für komplexe Fragen eingeführt, etwa um einen Ort zum Aufladen des Handys zu finden.