Fünf neue DIN-Normen für Aerosolgeräte, Industriekommunikation und Explosionsschutz
Das Deutsche Institut für Normung veröffentlicht im Oktober 2026 fünf neue Normen für Sicherheit, Industriekommunikation, Explosionsschutz und faseroptische Komponenten.
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Das Deutsche Institut für Normung veröffentlicht im Oktober 2026 fünf neue Normen, die verschiedene Bereiche der Elektrotechnik abdecken. Darunter sind erstmals Sicherheitsanforderungen für Geräte, die direkt inhalierbare Aerosole erzeugen, sowie überarbeitete Fassungen von Normen für industrielle Kommunikationsnetze, Explosionsschutz und faseroptische Lasermodule.
Die Norm DIN EN IEC 60335-2-120 (VDE 0700-120:2026-10) befasst sich mit der Sicherheit elektrischer Geräte, die direkt inhalierbare Aerosole erzeugen. Sie gilt für Geräte mit einer Bemessungsspannung von maximal 250 Volt bei einphasigem Anschluss und schließt batteriebetriebene Geräte ein. Abgedeckt werden Dampf- und Aerosolgeräte, Geräte zum Dampfen von Produkten mit oder ohne Nikotin sowie elektronische Zigaretten. Medizinische Verdampfer sind ausdrücklich ausgenommen.
Im Bereich der industriellen Kommunikation erscheinen zwei überarbeitete Normen für Installationsprofile. Die DIN EN IEC 61784-5-8 (VDE 0800-500-8:2026-10) betrifft die Kommunikationsprofilfamilie CPF 8 (CC-Link) und basiert auf IEC 61918:2018 mit Änderungen; neu hinzugekommen ist Anhang E. Die DIN EN IEC 61784-5-19 (VDE 0800-500-19:2026-10) behandelt die Profilfamilie CPF 19 (MECHATROLINK™) und umfasst Profile von CP 19/1 (MECHATROLINK-II) bis CP 19/4 (MECHATROLINK-4). In dieser Fassung wurden die neuen Profile CP 19/3 und CP 19/4 aufgenommen, die Tabellen und Bilder in Anhang B angepasst sowie die neuen Anhänge C und D ergänzt.
Für den Explosionsschutz wird die Norm DIN EN IEC 60079-18 (VDE 0170-9:2026-10) aktualisiert, die den Geräteschutz durch Vergusskapselung "m" beschreibt. Sie gilt für die Schutzniveaus "mb" und "mc" bis zu einer Bemessungsspannung von 11 kV Wechsel- oder Gleichspannung; für das Schutzniveau "ma" liegt die Grenze bei 1 kV. Zu den Änderungen gehört, dass die Anforderung zur thermischen Kopplung an eine andere Stelle verschoben wurde und neue Annahmekriterien für die Durchschlagfestigkeitsprüfung ergänzt wurden.
Schließlich erscheint die Norm DIN EN IEC 62148-11 für aktive Lichtwellenleiterbauelemente und -geräte, die die physische Schnittstelle von Laserdiodenmodulen mit integriertem Modulator und von Pumplaserdiodenmodulen festlegt. Sie betrifft Module mit 14 Anschlüssen und thermoelektrischem Kühler. Im Vergleich zur Ausgabe von 2010-06 wurde der Titel geändert, die elektrischen und mechanischen Schnittstellenspezifikationen wurden aufgeteilt, die Maße in Bild 4 aktualisiert und der frühere Unterabschnitt 6.3 entfernt.
Quellen
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 60079-18
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 60335-2-120
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 61784-5-19
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 61784-5-8
- DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE – DIN EN IEC 62148-11