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Politik & Gesellschaft

EU-Zwang: ChatGPT kehrt auf WhatsApp zurück – Meta muss KI-Chatbots von Drittanbietern wieder zulassen

Die EU-Kommission hat Meta per einstweiliger Anordnung verpflichtet, WhatsApp wieder für KI-Dienste wie ChatGPT zu öffnen. Seit dem 26. Juli 2026 ist der Chatbot von OpenAI auf der Plattform erneut nutzbar.

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Die EU-Kommission hat mit einer einstweiligen Verfügung vom Juni 2026 durchgesetzt, dass Meta die Messaging-Plattform WhatsApp wieder für KI-Chatbots von Drittanbietern freigeben muss. Damit ist ChatGPT von OpenAI seit dem 26. Juli 2026 auf WhatsApp wieder erreichbar.

Meta hatte am 15. Januar 2026 die Geschäftsbedingungen der WhatsApp Business API geändert und damit Dienste wie ChatGPT, Microsoft Copilot und Perplexity blockiert. Lediglich der hauseigene KI-Assistent Meta AI blieb auf der Plattform verfügbar. Die EU-Kommission begründete ihre Maßnahme damit, dass Meta ansonsten allein entscheiden könne, welche KI-Anwendungen die Nutzer von WhatsApp erreichen.

Um ChatGPT auf WhatsApp zu nutzen, müssen Anwender die Telefonnummer +1-800-242-8478 speichern. Der Chatbot unterstützt Texte, Bilder, Sprachnachrichten und die Generierung von Bildern. Ein separates Konto ist nicht erforderlich, wer jedoch ein bestehendes ChatGPT-Konto verknüpft, erhält höhere Nutzungslimits. Die Einführung erfolgt schrittweise, abhängig von der Ländervorwahl der WhatsApp-Telefonnummer.

OpenAI wies darauf hin, dass sämtliche Unterhaltungen gespeichert und mit der WhatsApp-Nummer verknüpft werden. Die Inhalte könnten zur Betrugsbekämpfung und für den Datenschutz vorübergehend überprüft werden. Die Nutzer werden davor gewarnt, vertrauliche Angaben wie Passwörter oder Gesundheitsdaten in den Chat einzugeben.

Nach Angaben von OpenAI nutzten weltweit 50 Millionen Menschen vor der Sperrung WhatsApp, um mit ChatGPT zu kommunizieren. In Deutschland ist WhatsApp mit rund 60 Millionen täglichen Nutzern der am häufigsten verwendete Messaging-Dienst; das entspricht etwa 80 Prozent der Internetnutzer, wie der WDR berichtete.

Die einstweiligen Maßnahmen bleiben so lange in Kraft, bis das Kartellverfahren abgeschlossen ist. Bei Verstößen drohen Meta empfindliche Geldbußen. Meta kündigte an, gegen die Entscheidung der EU-Kommission rechtlich vorzugehen.

Quellen

  1. t3n – Meta muss nachgeben: EU-Kommission erzwingt Rückkehr von ChatGPT auf Whatsapp