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Politik & Gesellschaft

EU befreit Smart Glasses von Akku-Regel: Meta profitiert, Datenschutz bleibt umstritten

Die EU hat Smart Glasses von der Pflicht zu wechselbaren Akkus ausgenommen – ein Erfolg für Meta, das in Europa seinen zweitgrößten Markt hat. Doch der Europäische Datenschutzausschuss leitet eine Untersuchung ein.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Die Europäische Union hat Smart Glasses von einer geplanten Verordnung ausgenommen, die ab Februar 2027 für die meisten Elektronikgeräte wechselbare Akkus vorschreibt. Die Ausnahme für sechs Produktkategorien, darunter Smart Glasses, Smartwatches und Fitness-Tracker, wurde am 14. Juli 2026 gewährt. Ein Sprecher der EU-Kommission betonte gegenüber Politico, die Ausnahmen seien das Ergebnis einer breiten Konsultation und nicht auf Druck einzelner Parteien zustande gekommen.

Von der Regelung profitiert insbesondere Meta, das gemeinsam mit EssilorLuxottica im vergangenen Jahr sieben Millionen Smart Glasses verkaufte. Europa ist für das Unternehmen der zweitgrößte Absatzmarkt. Im Juli 2026 brachte Meta drei neue Modelle seiner Smart-Sonnenbrille auf den Markt; zwei davon sind ab 309 Euro erhältlich, während die bisherigen Ray-Ban- und Oakley-Modelle bei 419 Euro starten. Auch Wettbewerber wie Google, Samsung und möglicherweise Apple haben durch die Ausnahme Vorteile.

Die Ausnahme ist noch nicht in Kraft: Das Europäische Parlament und der Rat haben zwei Monate Zeit, Einspruch einzulegen. Erfolgt kein Widerspruch, wird die Entscheidung im Amtsblatt der EU veröffentlicht und tritt 20 Tage später in Kraft. Der US-Botschafter bei der EU, Andrew Puzder, hatte die Batterieverordnung zuvor als Innovationshindernis kritisiert.

Während die regulatorische Hürde gefallen ist, bleiben Datenschutzbedenken bestehen. Der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) hat eine Untersuchung zu Smart Glasses eingeleitet und will nach deren Veröffentlichung über weitere Schritte entscheiden. Ein Bericht von Svenska Dagbladet und Göteborgs-Posten aus Februar 2026 hatte enthüllt, dass Videoaufnahmen von Metas Smart Glasses auf den Bildschirmen von Datenarbeitern landeten, darunter private Situationen und Kreditkartendaten. Die Arbeiter waren bei einem Meta-Auftragnehmer in Kenia beschäftigt und werteten die Daten für das KI-Training aus.

Meta reagierte mit einer Pflicht-Softwareaktualisierung, die die Kamera deaktiviert, wenn die LED physisch manipuliert wird. Zudem kündigte das Unternehmen rechtliche Schritte gegen Anbieter von Manipulationsdiensten an. Laut Engadget fanden sich auf Metas eigenen Plattformen Anleitungen zum Deaktivieren der Kameraanzeige.

Die öffentliche Meinung zu den Geräten ist gespalten. Die Content-Erstellerin Danielle sagte: „Ich würde mich in der Nähe von jemandem, der sie trägt, nicht wohlfühlen, also würde ich auch nicht erwarten, dass sich jemand in meiner Nähe wohlfühlt, wenn ich sie trage – egal, wo ich bin.“ Der Videograf Christian Eisenbarth hingegen lobt die Perspektive: „Es ist großartig, eine echte POV-Perspektive zu haben, und man muss sich nicht mit einem Stativ oder etwas, das man sich an die Brust schnallt, herumärgern.“ Er nutzt die Brille aber nur zu Hause, aus Angst, als Spinner zu gelten. Der Freiberufler Will Kujawa berichtet: „Ich habe all diese Kommentare gesehen, in denen es hieß, wenn man diese Brille trägt, sei man im Grunde ein Stalker oder ein Widerling.“ Und er ergänzt: „Es gibt viele Situationen, in denen es nicht angebracht ist, Kameras im Gesicht zu tragen.“

Quellen

  1. heise online – Vorteil für Meta: EU-Kommission beseitigt große Hürde für Smart Glasses
  2. t3n – Heimliche Aufnahmen, KI-Training und Manipulation: Metas smarte Brillen haben ein Image-Problem