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Erneuerbare Energie·Deutschland

Erster Wasserstoff fließt durch Deutschlands Wasserstoff-Kernnetz

Erstmals ist Wasserstoff aus Lingen durch das deutsche Wasserstoff-Kernnetz geflossen und hat den Chemiepark Marl erreicht. Das Projekt GET H2 Nukleus markiert einen Meilenstein für die Energiewende.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.

Infografik: Erstmals fließt Wasserstoff aus Lingen über eine 120 Kilometer lange Pipeline zum Chemiepark Marl. ENERGIE & NETZ · 05.08.2026 Erster Wasserstoff fließt durch Deutschlands Wasserstoff-Kernnetz 120 Kilometer Pipeline von Lingen nach Marl in Betrieb Wasserstoff erfüllt die EU-Anforderung für erneuerbaren Wasserstoff Kernnetz umfasst rund 9.040 Kilometer, Abschluss bis 2032 nuntix.net · KI-generierte Grafik

Am 4. August 2026 hat erstmals Wasserstoff aus der Elektrolyse in Lingen den Chemiepark Marl erreicht. Damit ist der erste Abschnitt des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes in Betrieb gegangen. Der Transport erfolgte über eine rund 120 Kilometer lange Pipeline, die von Nowega, OGE und SYNEQT, einer Tochtergesellschaft von Evonik, gemeinsam betrieben wird. Der Wasserstoff steht nun für industrielle Produktionsprozesse im Chemiepark zur Verfügung.

Das Projekt GET H2 Nukleus wird vom Bund sowie den Ländern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen im Rahmen des IPCEI Hy2Infra gefördert. Die genutzten Leitungen gehören zu den ersten Abschnitten des Wasserstoff-Kernnetzes. Thomas Hüwener, Vorstandsvorsitzender der OGE, sagte: "Mit GET H2 Nukleus gehen unsere ersten Wasserstoffpipelines in den Netzbetrieb. Das ist ein wichtiger Schritt für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in der Region und in Deutschland."

Der gelieferte Wasserstoff wird bei Evonik in der Produktion eingesetzt. Nikolaus Valerius, Vorstandsvorsitzender der RWE Generation SE, erklärte: "Der Umstand, dass zertifizierter erneuerbarer Wasserstoff aus Lingen per Pipeline Marl erreicht hat, zeigt, dass Elektrolyse, Transportinfrastruktur und industrieller Abnehmer zusammenwirken können." RWE hat zwei 100-Megawatt-Elektrolyseanlagen in Lingen, die sich derzeit in der Inbetriebnahme befinden. Bis Ende 2026 sollen insgesamt 200 Megawatt Elektrolysekapazität in Lingen installiert sein, ab 2027 dann 300 Megawatt. Der Wasserstoff erfüllt die Anforderungen der EU für erneuerbaren Wasserstoff (RFNBO).

Frank Heunemann, Geschäftsführer von Nowega, sagte: "Der frühe Austausch und die gemeinsame Projektentwicklung mit den ersten Kunden, die die Transportinfrastruktur im Rahmen von GET H2 nutzen, haben sich ausgezahlt." Das Projekt profitiert von den Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt GET H2 TransHyDE. Thomas Basten, Vorsitzender der Geschäftsführung von SYNEQT, ergänzte: "Unsere Beharrlichkeit zahlt sich aus. Mit diesem gemeinsam umgesetzten Projekt machen wir einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Transformation und zukunftsfähiger Entwicklung des Chemieparks."

Die Infrastruktur wird schrittweise erweitert. Eine zehn Kilometer lange Neubauleitung zwischen Heek und Epe wurde Ende 2025 von OGE und Nowega fertiggestellt. RWE Gas Storage West plant, Ende 2026 mit der Befüllung des ersten kommerziellen Kavernenspeichers für Wasserstoff in Europa zu beginnen; der Betrieb soll Mitte 2027 starten. OGE und Nowega wollen bis 2027 eine bestehende Leitung zwischen Legden und Dorsten auf Wasserstoff umstellen und eine neue Leitung von Dorsten nach Marl bauen. Eine Verbindung vom Chemiepark Marl zur Raffinerie in Gelsenkirchen-Scholven ist bereits fertiggestellt.

Die GET-H2-Initiative wurde 2019 gegründet und umfasst mehr als 50 Unternehmen, Institutionen, Verbände und Kommunen. Die Bundesnetzagentur hat das Wasserstoff-Kernnetz mit einer Länge von rund 9.040 Kilometern und einem Investitionsvolumen von 18,9 Milliarden Euro genehmigt; der Abschluss ist bis 2032 geplant. Die Nachfrage nach Transportkapazitäten hat sich seit Beginn der Reservierungen im März 2026 verdoppelt. Der Verband der Fernleitungsnetzbetreiber Gas (FNB Gas) wertet diese Verdopplung als Zeichen für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Im Juni 2026 haben die Netzbetreiber den ersten integrierten Netzentwicklungsplan vorgelegt, der das Kernnetz um rund 200 Kilometer auf etwa 9.240 Kilometer erweitert; die Genehmigung steht noch aus.

SYNEQT ist seit Anfang 2026 als Infrastrukturbetreiber für den Chemiepark Marl verantwortlich. Evonik nutzt den Wasserstoff in der Produktion am Standort.

Quellen

  1. IWR-Nachrichten Windenergie – Hochlauf des Wasserstoff-Kernnetzes: Erste Wasserstoffleitungen zwischen Lingen und Marl nehmen Betrieb auf
  2. Energy-pedia news summary – Germany: GET H2 Nukleus gains momentum: First hydrogen from Lingen reaches Marl