EnBW schließt Druckschacht im Forbacher Pumpspeicher-Projekt
Der Umbau des Rudolf-Fettweis-Werks in Forbach zum Pumpspeicherkraftwerk hat einen Meilenstein erreicht: Der 357 Meter lange Druckschacht ist fertiggestellt. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 geplant.
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Der Umbau des Rudolf-Fettweis-Werks in Forbach zum Pumpspeicherkraftwerk hat nach Angaben des Baukonzerns PORR einen wichtigen Meilenstein erreicht. Der 357 Meter lange Druckschacht wurde fertiggestellt; die Arbeiten daran wurden Mitte Juli 2026 abgeschlossen. PORR gibt die Tiefe des Schachts mit gerundet 350 Metern an, die technischen Projektdaten nennen 357 Meter Länge.
Der Schacht wurde im Raise-Boring-Verfahren aufgefahren, zunächst als Pilotbohrung mit 35 Zentimetern Durchmesser. Anschließend wurde er mit einem 11 Tonnen schweren Räumkopf auf 3,10 Meter erweitert und mit einem Stahlrohr ausgekleidet sowie mit Beton verfüllt. Am Schachtfuß herrscht ein statischer Wasserdruck von rund 35 bar.
Die untertägige Maschinenhalle ist etwa 42 Meter hoch, länger als ein Fußballfeld und so hoch wie ein 14-stöckiges Gebäude. Insgesamt entstehen rund 5,3 Kilometer Ausbruchslänge, davon etwa 4,7 Kilometer Tunnel. Für das Murgwerk wird ein zweiter Schacht mit rund 153 Metern Länge errichtet. Zusätzlichen Speicherraum schaffen sechs Seitentunnel mit einem Volumen von rund 200.000 Kubikmetern. Das bestehende Ausgleichsbecken verfügt über einen nutzbaren Inhalt von 204.000 Kubikmetern, sodass das untere Becken insgesamt rund 400.000 Kubikmeter für den Pumpbetrieb bereithält.
Das neue Schwarzenbachwerk erhält eine reversible Pumpturbine; die alte Anlage hatte eine Turbinenleistung von 43 Megawatt und eine Pumpleistung von 20 Megawatt. Mit der neuen Unterstufe wird ein geschlossener Kreislauf zwischen der Schwarzenbachtalsperre und dem unteren Becken ermöglicht. Das obere Becken fasst bis zu 14 Millionen Kubikmeter, wobei der Tageszyklus nur einen begrenzten Betriebsbereich nutzt.
Die Stahlauskleidungen in den oberen Wasserwegen der Anlagen Schwarzenbach und Murg sind laut PORR vollständig eingebaut und gesichert. Die Investitionssumme beträgt rund 280 Millionen Euro, die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 geplant.