Cyberangriff legt rumänisches Grundbuch lahm – Immobilienmarkt steht still
Ein Hacker hat die gesamte Datenbank des rumänischen Katasteramts gelöscht und damit den Immobilienmarkt lahmgelegt. Die Wiederherstellung hängt von einer geplanten Cloud-Migration ab.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.
Ein schwerer Cyberangriff hat Rumäniens Immobilienmarkt seit Mitte Juli 2026 praktisch zum Erliegen gebracht. Nach Angaben der israelischen Sicherheitsfirma Kela steckt hinter dem Angriff der algerische Hacker Zakaria Mahdjoub, der unter dem Pseudonym Bytetobreach bekannt ist. Er soll die gesamte Datenbank des nationalen Katasteramts ANCPI gelöscht haben, nachdem ein Erpressungsversuch gescheitert war.
Mahdjoub ist nach Erkenntnissen von Sicherheitsexperten kein unbeschriebenes Blatt: Ihm werden bereits Cyberangriffe auf Regierungsbehörden, Banken und Fluggesellschaften in der Ukraine, Polen, Zypern, Chile und den USA zugeschrieben. Bereits Ende 2025 attackierte er die rumänische Wasserbehörde. Bei dem aktuellen Vorfall verschaffte er sich nach Angaben von Kela mit gültigen Zugangsdaten Zugang zum Netzwerk des Katasteramts. Im Dark Web bot er anschließend gestohlene Mitarbeiterzugänge, interne Dokumente und Details zur Netzwerkinfrastruktur der Behörde an.
Die Folgen des Angriffs sind dramatisch: Seit Mitte Juli sind sämtliche Online-Dienste und Apps von ANCPI offline. Keine neuen Grundstücksgeschäfte können notariell beurkundet werden, Eigentumstitel sind nicht abrufbar. Der gesamte Immobilienmarkt ist eingefroren. Die Behörde selbst sprach zunächst von technischen Problemen und nicht von einem Cyberangriff. Inzwischen räumt ANCPI ein, dass es sich um einen Hackerangriff handelt, betont aber, über mehrere Backups zu verfügen.
Die Datenwiederherstellung soll über eine Migration in die Cloud erfolgen, die für den 22. Juli 2026 geplant war – ob dieser Termin eingehalten werden konnte, ist bislang unklar. Mahdjoub selbst behauptet, die Daten ließen sich nicht einfach wiederherstellen. Ob die Backups tatsächlich intakt sind und die Migration erfolgreich war, bleibt abzuwarten.