China stellt Hybrid-TBM Xianglong vor: Bohren und Sprengen in einer Maschine
Chinas neue Tunnelbohrmaschine Xianglong kombiniert mechanisches Schneiden mit Sprengtechnik und könnte teure Methodenwechsel wie am Gotthard vermeiden. Zudem meldet China den Durchbruch beim größten Unterwassertunnel der Welt.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.
Chinas Tunnelbau setzt auf eine neue Maschine: Der Hybrid-Vortriebsapparat „Xianglong“ soll erstmals mechanisches Gesteinsschneiden und Sprengvortrieb in einem System vereinen. Entwickelt wurde die Maschine von der Tsinghua-Universität und der China Railway Science & Industry Group. Sie lief am 1. August 2026 in Wuhan in der Provinz Hubei vom Band. Die Entwickler bezeichnen sie als weltweit erste integrierte Maschine dieser Art – eine Angabe, die unabhängig nicht verifiziert ist.
Der „Xianglong“ besitzt einen ringförmigen Schneidkopf mit einer zentralen Öffnung, die durch einen kleineren Schneidkopf mit Diskenmeißeln verschlossen werden kann. Bei geschlossenem Zentrum arbeitet die Maschine wie eine konventionelle Hartgesteins-TBM. Wird die Öffnung freigelegt, erhalten Arbeiter Zugang zum Gestein vor der Ortsbrust, um Sprenglöcher zu bohren, Drainagen anzulegen oder Injektionen vorzunehmen. Drei Betriebsmodi sind vorgesehen: „Vollschnittvortrieb“, „Sprengen vor dem Bohren“ und „Bohren vor dem Sprengen“. Laut Herstellerangaben soll die Effizienz im extrem harten Gestein um 30 Prozent höher liegen – ein Wert, der aus Tests unter speziellen Bedingungen stammt und nicht aus dem Baustellenbetrieb.
Die Maschine wiegt 400 Tonnen und hat einen Durchmesser von 4,5 Metern. Damit ist sie deutlich kleiner als konventionelle Tunnelbohrmaschinen. Der erste Einsatz auf einer Baustelle ist an einem Pumpspeicherkraftwerk in der Provinz Henan geplant, das von einer Tochtergesellschaft der Power Construction Corporation of China (PowerChina) errichtet wird. Die Provinzregierung von Hubei betont, dass die Maschine vollständig mit inländischen Komponenten gebaut wurde.
Der Hybrid-Ansatz könnte helfen, Probleme zu vermeiden, wie sie am Gotthard-Straßentunnel in der Schweiz auftraten. Dort war die Herrenknecht-TBM „Paulina“ im Juni 2025 nach 192 Metern Vortrieb in der Tremola-Zone zum Stillstand gekommen, nachdem am 25. Juni 2025 rund 2000 Kubikmeter Gestein über dem Schneidkopf hereingebrochen waren. Die Crews stabilisierten die Zone mit Zementinjektionen, sprengten einen etwa 250 Meter langen Verbindungsstollen und griffen von der Gegenseite an. Die „Paulina“ – rund 3000 Tonnen schwer – wurde am 18. Mai 2026 wieder in Betrieb genommen, nachdem sie fast elf Monate stillgestanden hatte.
In einem separaten Projekt meldete China den Abschluss des weltweit größten Unterwassertunnels für Hochgeschwindigkeitszüge. Die Schildmaschine „Linghang“ durchörterte am 30. Juli 2026 den Jangtse. Nach Angaben von Li Bin, Chefingenieur der China Railway Tunnel Group, ist die Maschine 148 Meter lang, wiegt rund 4000 Tonnen und hat einen Schneidkopf-Durchmesser von 15,4 Metern. Die „Linghang“ – eine unbemannte Tunnelvortriebsanlage – bohrte einen 11,325 Kilometer langen durchgehenden Tunnel unter dem Fluss, ein neuer Rekord für Schildmaschinen dieser Größenklasse. Der gesamte Tunnel ist 14,25 Kilometer lang und verbindet den Stadtbezirk Chongming in Shanghai mit Taicang in der Provinz Jiangsu. Die Fertigstellung ist für Ende 2026 geplant. Der Tunnel ermöglicht es Hochgeschwindigkeitszügen, den Jangtse mit voller Geschwindigkeit von 350 km/h zu überqueren, ohne abbremsen zu müssen. Die Fahrzeit von Chongming über Taicang zum Bahnhof Shanghai Baoshan verkürzt sich auf 17 Minuten.