CERN-Experiment untersucht Einfluss kosmischer Strahlung auf Wolkenbildung
Am CERN erforscht ein Experiment den Zusammenhang zwischen kosmischer Strahlung und der Entstehung von Wolken – mit möglichen Folgen für das Klima.
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Wie beeinflussen Teilchen aus dem Weltall das Wetter auf der Erde? Diese Frage steht im Zentrum eines Experiments am europäischen Kernforschungszentrum CERN, wie aus einer aktuellen Podcast-Folge der Reihe »Sternengeschichten« hervorgeht. Das sogenannte CLOUD-Experiment untersucht, ob geladene, hochenergetische Teilchen aus dem All – die kosmische Strahlung – die Wolkenbildung in der Atmosphäre fördern.
Die kosmische Strahlung wurde 1912 vom österreichischen Physiker Victor Franz Hess entdeckt, als er mit einem Ballon aufstieg und die elektrische Leitfähigkeit in der Atmosphäre maß. Sie besteht hauptsächlich aus Protonen, aber auch aus Alpha-Teilchen (Heliumkerne), Elektronen und anderen Atomkernen. Ihre Quellen sind vor allem Sterne, die Teilchen aus ihren äußeren Gasschichten ins All schleudern, sowie Supernova-Explosionen.
Für die Erde lässt sich die kosmische Strahlung in zwei Komponenten unterteilen: Teilchen von der Sonne und galaktische kosmische Strahlung, die von außerhalb des Sonnensystems stammt. Beide treffen ständig auf die Erdatmosphäre und könnten dort Prozesse auslösen, die zur Bildung von Wolken beitragen. Da Wolken einen erheblichen Einfluss auf das Erdklima haben, ist das Verständnis dieses Zusammenhangs von großer Bedeutung.
Das CLOUD-Experiment am CERN soll die physikalischen Mechanismen hinter diesem Phänomen aufklären. Die Forschungsergebnisse könnten helfen, Klimamodelle zu verbessern und die Rolle der kosmischen Strahlung im Erdsystem besser zu verstehen.