Apple schließt kritische Lücke in macOS Screen Sharing
Eine Schwachstelle in der Bildschirmfreigabe von macOS erlaubt Angreifern ohne Anmeldedaten die Übernahme eines Macs. Apple hat Updates veröffentlicht.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung aus mehreren Quellen entworfen und vor der Veröffentlichung von einer Redakteurin/einem Redakteur geprüft und freigegeben.
Apple hat eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke in der Bildschirmfreigabe von macOS geschlossen. Die Schwachstelle erlaubt es Angreifern im lokalen Netzwerk, sich ohne gültige Anmeldedaten Zugang zu einem Mac zu verschaffen und die Kontrolle über das Gerät zu übernehmen. Betroffen sind die macOS-Versionen 14 (Sonoma), 15 (Sequoia) und 26 (Tahoe).
Der Fehler wurde am späten Donnerstagabend (6. August 2026) behoben. Als korrigierte Versionen nennt Apple 14.8.9, 15.7.9 und 26.6.1. Nutzerinnen und Nutzer werden dringend aufgefordert, die Updates umgehend zu installieren.
macOS bringt mehrere Varianten der Bildschirmfreigabe mit. Die einfache Version ist in jedem Mac enthalten und ermöglicht das Teilen des Bildschirms sowie die Fernsteuerung. Daneben gibt es mit Apple Remote Desktop eine professionelle Alternative, die 90 Euro kostet. Unklar bleibt, ob der Angriff auch dann möglich ist, wenn die Bildschirmfreigabe komplett deaktiviert ist – bei neuen Macs ist sie standardmäßig ausgeschaltet.
Ein erfolgreicher Angriff verschafft dem Angreifer die Kontrolle über den Mac, als wäre er ein lokaler Benutzer. Er kann den Rechner aus dem Ruhezustand aufwecken, selbst wenn es sich um ein geschlossenes MacBook handelt, das am Stromnetz hängt. Die Angreifer müssen sich lediglich im selben lokalen Netzwerk befinden, etwa über ein gemeinsames WLAN.
Apple erklärt, den Fehler durch eine verbesserte „Zustandsverwaltung“ behoben zu haben, die einen „Authentifizierungsfehler“ korrigiert. Das Unternehmen macht jedoch keine Angaben dazu, ob ältere macOS-Versionen ebenfalls betroffen sind. Auch bleibt offen, ob die Schwachstelle aus dem Internet ausgenutzt werden kann, wenn der Router keine Portweiterleitung für die Bildschirmfreigabe vornimmt – etwa bei einer Fritzbox. Ebenso wenig äußert sich Apple dazu, ob die Bildschirmfreigabe oder Apple Remote Desktop für den Angriff aktiv sein müssen.
Die genauen Umstände der Lücke sind also noch nicht vollständig geklärt. Sicherheitsforscher empfehlen, die Updates zu installieren und die Bildschirmfreigabe zu deaktivieren, sofern sie nicht benötigt wird. Bis die offenen Fragen beantwortet sind, sollten Nutzer besonders vorsichtig sein, wenn sie sich in einem ungesicherten oder fremden Netzwerk befinden.